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Komplette Fertigstellung bis Mitte 2012

: Baustart bei Oberaigner in Laage

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Im Gewerbe- und Industriegebiet Airpark-Süd in Laage haben die Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Produktionsstandortes des österreichischen Spezialfahrzeug-Herstellers Oberaigner begonnen.

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erstellt am 12.Apr.2011 | 11:37 Uhr

Im Gewerbe- und Industriegebiet Airpark-Süd in Laage haben die Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Produktionsstandortes des österreichischen Spezialfahrzeug-Herstellers Oberaigner begonnen. "Wir werden gut 30 Millionen Euro investieren", berichtet Dominik Mimra, verantwortlich für die strategische Firmenentwicklung bei Oberaigner, und kündigt eine offizielle Grundsteinlegung für das neue Werk im Mai an. Derzeit laufen die Erdbauarbeiten. Zum Teil, so Bauleiter Mischa Kaufmann, sei der Untergrund zu stabilisieren, bevor die Fundamente gegründet werden können.

Ein Teilbetrieb, so kündigt Mimra an, soll zum Ende des Jahres aufgenommen werden. Mit der kompletten Fertigstellung des Werkes sei Mitte nächsten Jahres zu rechnen. Die ersten 15 Mitarbeiter für den neuen Produktionsstandort, der gleichberechtigt neben dem Firmensitz entsteht, werden bereits in Nebelberg in Österreich eingearbeitet, berichtet Mimra. Die nächsten 15 würden in Kürze folgen. Wie erwartet habe man keine Schwierigkeiten, Fachkräfte vor Ort zu akquirieren. In Österreich sei das inzwischen ein Problem, gibt Mimra zu bedenken. Das sei mit ein Grund dafür gewesen, dass sich die expandierende Oberaigner-Gruppe europaweit auf die Suche nach einem neuen Standort begeben hatte. Für Laage sprächen außerdem die Nähe zum Überseehafen und der Flughafen gleich nebenan. Der Produktionsstandort erhält eine direkte Anbindung ans Rollfeld.

Zunächst werden in Laage die im Unternehmen hergestellten Allradantriebe in Fahrzeuge montiert werden. In Zukunft sollen Luft- und Wasserfahrzeuge hinzu kommen. "Wir befinden uns in beiden Fällen in der Entwicklung", betont Mimra. Das exportorientierte Unternehmen aus Österreich werde seine Produktion mit dem neuen Werk mindestens verdoppeln, auf längere Sicht sogar verdreifachen. Oberaigner will langfristig bis zu 200 Arbeitsplätze in Laage schaffen. Außerdem sei man mit Zulieferern im Gespräch. Auch wenn sich derzeit keine weitere Ansiedlung abzeichne, würde man dadurch weitere Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Gegründet 1977, ist die Wilhelm Oberaigner GmbH heute einer der führenden Spezialisten in Entwicklung und Produktion von Automobil-Systemkomponenten. Das Leistungsangebot umfasst u. a. komplette Antriebsachsen, Differentialsperren und Getriebe. Oberaigner investiert zudem in neue Antriebstechnologien wie Hybrid- oder Elektroantriebe. Darüber hinaus werden Flugmotoren und Geschäftsreiseflugzeuge entwickelt.

Begonnen wurde in Weitendorf zeitgleich mit dem Bau der Erschließungsstraße. Sie führt vom Kreisverkehr Parkstraße um den Ort herum und mündet an den ehemaligen Stallanlagen auf die Landesstraße nach Schwaan. Für etwa einen Kilometer Straße sind rund 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Der Bau wird gefördert und "soll bis Ende September abgeschlossen sein", informiert Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst. Die Stallanlage wird komplett abgerissen. Die Flächen sollen später begrünt werden.

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