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Parchimer Baustellen sind tiefgefroren : Bauprojekte in der Warteschleife

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Die Witterung bereitet Parchim Probleme: Bei Dauerfrost können die städtischen Bauvorhaben nicht begonnen werden. Die Stadt hatte gehofft, dass es Ende März losgehen kann. Doch daraus wird leider nichts.

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erstellt am 02.Apr.2013 | 10:42 Uhr

Wenn Fachbereichsleiter Frank Schmidt dieser Tagen aus seinem Bürofenster auf die Blutstraße schaut, bekommt sein Gesicht Sorgenfalten. "Der zähe Winter bereitet uns zunehmend Probleme. Bauen bei Eis und Frost ist schwierig", meint der Experte. Da werden wohl noch einige Tage ins Land gehen, bevor der zweite Teilabschnitt der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme in der Blutstraße zwischen der Apothekenstraße und der Straße Am Mühlenberg in Angriff genommen werden kann. Die Bauvorbereitungen am Schreibtisch sind aber im Wesentlichen abgeschlossen.

Frank Schmidt hatte gehofft, dass es hier Ende März losgehen kann. "Im Herbst sollen die Arbeiten auf jeden Fall beendet sein. Zu berücksichtigen ist, dass nicht nur die Straße saniert werden muss, sondern auch Versorgungs- und Entsorgungsleitungen im Untergrund durch die Mitarbeiter der Stadtwerke und den Eigenbetrieb für Abwasserentsorgung ausgetauscht werden müssen", sagt Frank Schmidt. Froh ist er, dass im Vorjahr bereits der Kreuzungsbereich Blutstraße/Apothekenstraße einbezogen wurde, was sich nach anfänglicher Kritik nun als Vorteil erweisen soll. "Uns ist bewusst, dass den Anliegern und Händlern schwierige Wochen bevorstehen. Priorität hat, dass die Behinderungen für Kunden und Lieferanten so gering wie möglich bleiben und bei akuten Schwierigkeiten nach individuellen Lösungen gesucht wird. Regelmäßige Kommunikation ist da unverzichtbar", meint Schmidt. Es gebe allerdings auch keine Alternative, denn schließlich soll damit erreicht werden, dass die Blutstraße insgesamt attraktiver wird.

Bauchschmerzen bereitet dem Bauchef der Stadt auch der laufende Umbau der Fritz-Reuter-Schule. Hier ist es witterungsbedingt bereits zu Verzögerungen gekommen. "Es ist eine große Herausforderung, dass die Arbeiten wie geplant im August mit dem Ferienende erledigt sind", so Frank Schmidt.

"Still ruht der See", heißt es seit Wochen in der Rosenstraße. Nachdem im Vorjahr aufgrund der verspäteten Lieferung von in China georderten Steinen der erste Bauabschnitt der Straßensanierung nicht komplett beendet werden konnte, ist die Baustelle längst eingefroren. "Wenn es die Temperaturen wieder zulassen, geht es hier sofort weiter. Die Mitarbeiter der Straßenbaufirma aus Brüel, die auch den zweiten Bauabschnitt realisieren werden, haben dies versichert", bestätigt der Fachbereichsleiter. Weiter umstritten ist, dass hier zum ersten Mal historisches Pflaster mit einer Asphaltfahrbahn kombiniert wird. Kritiker, die befürchten, dass der Übergang vom Asphalt zum Pflaster bereits bröckelt, kann Schmidt beruhigen: "Hier wird natürlich noch eine glatte Kante geschnitten. Auch das ließ sich aufgrund des Winters noch nicht erledigen". Der Fachmann ist sich sicher, dass die Entscheidung, hier eine fahrradfreundliche Asphaltschicht einzubauen, am Ende auch die Zweifler überzeugt. "Wir sollten erst einmal abwarten, bis die gesamte Rosenstraße fertig gestellt ist", meint Schmidt. Wenn Frost und Eis endlich weichen und nicht neue Wetterkapriolen den Bauablauf durcheinander wirbeln, soll das Gesamtprojekt im Herbst 2013 beendet sein.

Auch in der Stegemannstraße sollen in diesem Jahr die Bagger anrücken. Für den ersten Bauabschnitt zwischen Ziegendorfer Chaussee und Ludwigsluster Straße fand vor rund vier Wochen eine weitere Anliegerinformationsveranstaltung statt. Die Meinung einiger Betroffener, dass diese Baumaßnahme nicht erforderlich sei, kann Frank Schmidt nicht nachvollziehen. "Der jetzige Zustand muss geändert werden und entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Straße. Verständnis habe ich für die Sorgen der Anlieger, dass es während der Bauphase zu Behinderungen kommen wird", betont der Fachbereichsleiter. Schon auf der nächsten Stadtvertretersitzung am 8. Mai werden sich die Stadtvertreter mit einem Ausbaubeschluss für die Stegemannstraße befassen. Im Stadtentwicklungsausschuss gab es für die Pläne, diese Straße zu sanieren, bereits grünes Licht. Fachbereichsleiter Frank Schmidt rechnet damit, dass bei Zustimmung mit den Arbeiten noch im Juli begonnen werden kann, um auch dieses Vorhaben bis zum Herbst abschließen zu können.

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