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Schweriner Eigenheim-Besitzer im Wohngebiet "Am Aubach" genervt : Bau-Stress ohne Happy-End

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Die Nerven der Schweriner Eigenheim-Besitzer im kleinen Wohngebiet "Am Aubach" zwischen Lankower See und Kongresshalle sind zum Zerreißen gespannt. Seit Jahren kämpfen sie um Straße, Gehwege und Beleuchtung.

Lankow | Die Nerven der Eigenheim-Besitzer im kleinen Wohngebiet "Am Aubach" zwischen Lankower See und Kongresshalle sind zum Zerreißen gespannt. Seit Jahren kämpfen sie um Straße, Gehwege und Beleuchtung. Genau so lange wurden sie von ihrem Schweriner Projektentwickler immer wieder vertröstet: Erst wenn 80 Prozent des Gebietes bebaut seien, würde die Straße kommen, damit nicht schwere Maschinen das Pflaster gleich wieder zerstören. Im April rückten endlich die Straßenbauer an, in einem Schreiben an die Anwohner wurde als voraussichtlicher Fertigstellungstermin der 15. Juni genannt. Das Datum ist verstrichen, doch die versprochene Straße ist nicht mal zur Hälfte vorhanden.

Wie schon mehrere Male zuvor, wandten sich die Anwohner auch jetzt wieder an die Stadtverwaltung. Das Amt für Verkehrsmanagement hat zwar ein strenges Auge auf den Erschließungsträger, dem die Stadt die Fläche zur Vermarktung anvertraut hatte. 2006 wurde der Bebauungsplan für das Areal ver abschiedet, auf dem etwa 20 neue Wohnein heiten entstehen sollten. Man habe sich damals sehr gefreut, einem Einheimischen das attraktive Gebiet an die Hand zu geben. Die Anfangs euphorie ist heute Enttäuschung gewichen. Tat sächlich sei im Erschließungsvertrag fixie rt, dass die Straße "Am Au bach" 2008 fertiggestellt sein sollte. "Es fehlen im Vertrag aber Klauseln, mit denen wir den Erschließungsträger unter Druck setzen können", sagt eine Mitarbeiterin aus dem Amt. Bevor man sich auf ein langwieriges und womöglich teures Gericht sverfahren einlasse, versuche man, sich auf anderem Wege zu einigen.

Obwohl die Baumaschinen im Moment ruhen, liegen Steine und Pflaster bereit. Die meisten Anwohner gehen jetzt auch wirklich davon aus, dass in diesem Jahr ihre Straße fertig wird. Doch der Ärger sitzt tief: Viele von ihnen wohnen seit 2007 "Am Aubach", haben sich jeden Herbst durch Schlammlöcher und im Sommer durch Staubwüsten gekämpft, haben Dreck ins und ans Haus getragen. Eine Familie wollte mit dem Verputzen ihres Hauses so lange warten, bis die Straße kommt. Sie wartet immer noch. Laternen fehlen "Am Au bach" ebenso wie das Straßenschild. "Für all das haben wir beim Grundstückskauf doch längst bezahlt", sagen die Anwohner empört.

Aktuell ärgern sie sich über einen verwilderten Randstreifen zur benachbarten Kleingartenanlage und über drei unbebaute Grundstücke, auf denen ihrer Ansicht nach Unrat lagert. Warum werden sie nicht verkauft und davon die Straßenbauarbeiten bezahlt, fragen sie sich. Gespräche mit dem Erschließungsträger, der im Wohngebiet sein Büro hat, endeten oft im Streit oder im Nichts.

"Immerhin haben wir in den vergangenen Jahren eine Menge gelernt", sagt ein Haus-Besitzer. Hätte er gewusst, was auf ihn zukommt, hätte er sich aber vielleicht doch einen anderen Bauplatz gesucht.

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erstellt am 17.Jun.2011 | 06:07 Uhr

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