Bankraub im Suff: 35 Euro Beute

In der Tiefgarage in der Beethovenstraße nahm die Polizei den mutmaßlichen Bankräuber fest. Foto: Reinhard Klawitter
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In der Tiefgarage in der Beethovenstraße nahm die Polizei den mutmaßlichen Bankräuber fest. Foto: Reinhard Klawitter

Schrecksekunde gestern kurz vor 15 Uhr in der Filiale der Sparda-Bank in der Lübecker Straße: Mit vorgehaltener Pistole forderte ein Maskierter von den Angestellten Bargeld. Schon zwölf Minuten später fasste die Polizei den angetrunkenen mutmaßlichen Täter in einer nahe gelegenen Tiefgarage mitsamt seiner Beute – 35 Euro.

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24. September 2008, 07:58 Uhr

Paulsstadt - Gestern Nachmittag, 14.58 Uhr: Bei der Schweriner Polizei geht ein Notruf ein – Überfall auf die Sparda-Bank in der Lübecker Straße unweit des Platzes der Freiheit, der maskierte Täter ist flüchtig.

„Sofort haben wir alle verfügbaren Polizeistreifen zum Tatort geschickt“, berichtet Steffi Nietz, Sprecherin der Polizeidirektion Schwerin. Dank der präzisen Hinweise des Bankpersonals wissen die Beamten, dass sich der Täter vermutlich in der Tiefgarage in der nahe gelegenen Beethovenstraße verschanzt hat.

Eine brenzlige Situation für die Polizisten, schließlich ist ihnen auch bekannt, dass der Bankräuber höchstwahrscheinlich eine Pistole bei sich hat.

Vorsichtig sichern die Einsatzkräfte die Eingänge der Garage ab, betreten mit gezückten Waffen langsam den Parkbereich. Schnell ist ihnen klar: Der Gesuchte sitzt zusammengekauert hinter einem der dort abgestellten Fahrzeuge, rührt sich nicht. Um 15.10 Uhr greifen die Beamten zu: „Widerstandslos ließ sich der mutmaßliche Täter festnehmen und wurde sofort abgeführt“, berichtet Polizeisprecherin Nietz.

Kurz darauf klebt an der Glastür der Sparda-Bank ein Zettel: „Aus technischen Gründen ist die Bank heute geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis“.

Hintergrund: Die schockierten, aber unverletzt gebliebenen Angestellten werden von der Polizei verhört. Kurz vor 15 Uhr habe ein maskierter Mann die Filiale betreten und mit vorgehaltener Pistole lautstark Bargeld gefordert, geben sie zu Protokoll. Nachdem er ein paar Scheine – nur 35 Euro, wie sich später herausstellt – erhalten habe, sei er in Richtung der benachbarten Tiefgarage in der Beethovenstraße geflüchtet.

„Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 53-jährigen Schweriner“, sagt Polizeisprecherin Nietz. Während der Tat sei er alkoholisiert gewesen , so Nietz. Die benutzte Waffe, eine Gasdruckpistole, stellte die Polizei sicher.

„Das Motiv der Tat ist noch unklar, die Kripo ermittelt jetzt gegen den Mann wegen schweren Raubes“, so Steffi Nietz weiter. Ob der Mann schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, sollen ebenfalls die weiteren Ermittlungen ergeben.

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