Banden stehlen teure Bootsmotoren

svz.de von
15. September 2008, 06:19 Uhr

Schwerin - Immer häufiger geraten teure Bootsmotoren ins Visier straff organisierter Banden. 120 Diebstähle registrierte die Polizei bereits in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern – das sind 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden in 401 Fällen Boote und Bootszubehör entwendet. „Da sind professionell arbeitende Tätergruppen am Werk“, sagt Sven Jäckel, Sprecher der Wasserschutzpolizei gegenüber unserer Redaktion.

Die spektakulärsten Fälle: 40000 Euro Schaden entstanden, als in Loissin (Ostvorpommern) am Greifswalder Bodden Unbekannte in der Nacht zum 11. Juni drei Bootsmotoren stahlen und die Boote beschädigten.

Am 14. August hat die Polizei bei einer Routinekontrolle auf der A 20 bei Wismar einen Kleintransporter mit 15 gestohlenen Bootsmotoren gestoppt. Der Fahrer stammt aus Polen. Die Polizei geht davon aus, dass die Technik in Skandinavien entwendet wurde. Gesamtwert der Beute 50000 Euro.

Gestern gab das Landeskriminalamt (LKA) eine offizielle Warnung heraus. Die Banden hätten es vor allem auf hochwertige Außenborder abgesehen. „Der einzelne Schaden liegt nicht selten im Bereich zwischen 5000 und 10000 Euro“, so LKA-Sprecher Olaf Seidlitz.

Zum Vorgehen der Diebesbanden hieß es aus dem LKA: „Die Boote wurden von ihren Liegeplätzen an abgelegene Stellen verbracht. Dort konnten durch die Täter die Außenborder unbeobachtet entfernt und abtransportiert werden.“ Die Polizei geht davon aus, dass ein Großteil des Diebesguts über die polnische Grenze nach Osteuropa geschmuggelt wird.

Das LKA rät Bootsbesitzern:
 Außen – und Innenbordmotoren von der Wasserschutzpolizei codieren lassen.
 Keine leicht demontierbaren Ausrüstungsgegenstände unbewacht an Bord lassen.
 Kajüte und Backkisten verschließen.

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