„Baltic Strait“ sticht in See

Frisch getaufter Riese auf großer Fahrt: Heute setzt die „Baltic Strait“ ihren ersten Kurs in Richtung Ostasien. Am Bug des Containerschiffes ließ Nicola Wenzel eine Sektflasche zerschellen.

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08. Juni 2008, 06:59 Uhr

Warnemünde - Die Sektflasche ist zersprungen, das Schiff heil geblieben und der Applaus groß ausgefallen. Nicola Wenzel hat das erste von zwei bestellten Containerschiffen des Typs Aker CS 1700 auf den Namen „Baltic Strait“ getauft. Das Containerschiff verlässt heute noch die Werft Aker Yards Warnemünde.

Für die junge Frau war es ein besonderer Moment: „Ich fühle mich sehr geehrt, heute als Taufpatin hier zu sein.“ Ihr Ehemann Thomas Wenzel ist Geschäftsführer der Ownership Emissionshaus GmbH, einer Schiffsbeteiligungsgesellschaft aus Hamburg. Die ganze Familie hat dem großen Moment beigewohnt, um das neue Schiffsmodell aufs Meer zu entlassen.

Die Ansprache führte der Vorsitzende Geschäftsführer von Aker Yards Germany, Einar Brönlund: „Ich hoffe, dass wir noch viele Schiffe für euch bauen dürfen“, sagte er und wandte sich an Thomas Rehder. Der Vertreter des Hamburger Auftraggebers Carsten Rehder Schiffsmakler und Reederei GmbH und Co wünschte der „Baltic Strait“ gemeinsam mit ihrer Taufpatin: „Allzeit gute Fahrt.“

Große Visionen für die Zukunft
Der feierliche Akt verlief pannenfrei. Auch die anschließende Enthüllung des Schiffsnamens ging ohne Zwischenfälle von statten. Die Anwesenden besichtigten im Anschluss an die Taufe das Schiff.
Der Neubau entspricht internationalen Standards. Damit stehen die Weltmeere für die neue Generation der Containerschiffe offen. Das Erstlingswerk seines Typs macht sich auf die lange Reise nach Ostasien und nimmt kommende Woche im britischen Liverpool seine erste Ladung auf.

In Ostasien wird das Schiff seinen Charterdienst antreten und in verschiedene Häfen einlaufen. Obwohl es für den ostasiatischen Markt gebaut wurde, ist es in Deutschland produziert worden. „Ein Bau auf der anderen Seite der Welt wäre wesentlich teuerer geworden“, sagt Rehder.

Die Schwierigkeiten im Schiffsbau sehen sowohl Brönlund als auch Rehder in den stetig steigenden Materialpreisen. Trotzdem strebt auch der Auftraggeber eine weitere Zusammenarbeit mit der Aker Yards Germany an. Zu ihr zählen die Werften in Warnemünde und Wismar. Beide beschäftigen insgesamt 2313 Mitarbeiter und 110 Auszubildende. Der Auftragsbestand in den Werften Warnemünde und Wismar umfasst zurzeit 20 Schiffe.

Info:

Typ: Aker CS 1700
Länge: 182,52 Meter
Breite: 25,2 Meter
Tragfähigkeit: 23 870 Tonnen
Motorleistung:15785 Kilowatt
Dienstgeschwindigkeit: 20 Knoten

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