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Schwerin: Rettungsschwimmer blicken bislang auf ruhige Saison : Badesaison startet mit Schattenseiten

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Rettungsschwimmer der Wasserwacht vom DRK verzeichnen dieses Jahr kaum Vorkommnisse. Trauriger Höhepunkt: ein 45 Jahre alter Mann, der Ende Mai im Lankower See tödlich verunglückt war.

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2011 | 11:37 Uhr

Das Sommerwetter hat in diesem Jahr nur an wenigen Tagen dazu animiert, die Badehose einzupacken und an den Strand zu fahren. Bei einer Wassertemperatur von 19 Grad Celsius hat die Badesaison am Schweriner See eher verhalten begonnen. Dementsprechend verzeichnen die Rettungsschwimmer der Wasserwacht vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in diesem Jahr bislang kaum Vorkommnisse.

Trauriger Höhepunkt dieses Jahres war bislang ein 45 Jahre alter Mann, der Ende Mai im Lankower See tödlich verunglückt war. "Ansonsten drehen sich die meisten unserer Einsätze um Schnittverletzungen und Verstauchungen", sagt Tobias Bläß, Leiter der DRK-Wasserwacht.

Mehr als 60 ehrenamtliche Rettungsschwimmer halten die Strände in Zippendorf, Lankow und im Freibad Kalkwerder fest im Blick. Außerdem überwachen und begleiten sie zahlreiche Segelregatten auf dem Schweriner See. "Wir sind rund um die Uhr in Bereitschaft", sagt Bläß.

Zu den Aufgaben der Ehrenamtlichen gehört neben Erste-Hilfe-Einsätzen auch, die Strände sauber zu halten. "Damit haben wir wirklich wenig zu tun, denn die meisten Urlauber und Schweriner hinterlassen keinen Müll", erzählt der Wasserwachtsleiter.

Seit Ferienbeginn zieht endlich auch wieder mehr Leben ins Freibad Kalkwerder ein. Bei mehreren Freizeitangeboten suchen dort vor allem Ferienkinder Abkühlung und Abwechslung. Die Rettungsschwimmer bieten Schwimmkurse und Ausbildungen zum Rettungsschwimmer an. Wasserrutsche und Springturm laden zum Herumtoben und "Arschbomben"-Springen ein.

Übrigens tauchen die Rettungsschwimmer vor jeder Saison im April die Badestellen in den Seen in der Landeshauptstadt ab, um die Sicherheit zu gewährleisten. "Es ist verrückt, was einige Leute ins Wasser werfen", sagt Bläß. "Wir ziehen zum Teil Einkaufswagen und Fahrräder aus den Tiefen." In diesem Jahr fanden die Lebensretter kaum Unrat, an dem sich Badegäste verletzen könnten.

In diesem Jahr überwachen die Rettungsschwimmer noch bis zum 15. September die Strände. Dann endet die Badesaison offiziell.

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