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Landkreis Parchim : AWO-Projekt: "Sprung" ins Berufsleben

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Im Rahmen der Aktion "Rettungsring" veranstaltete die AWO - Soziale Dienste gGmbH - Westmecklenburg kürzlich einen zweitägigen Workshop für Jugendliche aus dem Landkreis Parchim.

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erstellt am 08.Jul.2011 | 11:38 Uhr

Im Rahmen der Aktion "Rettungsring" veranstaltete die AWO - Soziale Dienste gGmbH - Westmecklenburg kürzlich einen zweitägigen Workshop für Jugendliche aus dem Landkreis Parchim. Dabei erarbeiteten sie unter anderem eine eigene Publikation, in der sie Artikel zu den Themen Beruf, Bewerbung und Ausbildung verfassten und ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Wünsche verarbeiteten. Diese Zeitung soll Denkanstöße liefern und die Verantwortlichen in Unternehmen, in der Handelskammer und auch in den lokalen Jobcentern darauf aufmerksam machen, dass es noch immer Jugendliche ohne Lehrstelle gibt. Und das neue Lehrjahr beginnt immerhin in knapp zwei Monaten.

"Unsere Teilnehmer haben bisher größtenteils negative Erfahrungen bei der Suche nach einem Job oder einem Ausbildungsplatz gesammelt", erklärt Regina Gebauer von der AWO, die die Jugendlichen während des Projektes pädagogisch betreut. "Ständig hören und lesen sie in den Medien von freien Ausbildungsplätzen. Wenn sie sich aber bewerben, dann werden ihre Anschreiben - auch wenn die Papiere durchaus den gängigen Standards entsprechen - aber nicht einmal mit einer Absage beantwortet. Das ist auf Dauer natürlich demotivierend."

Die AWO - Soziale Dienste gGmbH - Westmecklenburg hat ihr Projekt dagegen gesetzt. Mit dem "Stärken vor Ort"-Projekt "Rettungsring" soll die berufliche Integration Jugendlicher gefördert werden. Bevor Regina Gebauer mit ihnen nach geeigneten Praktikums- oder Ausbildungsplätzen sucht, wird ein Profil der Projektteilnehmer erstellt. Es soll helfen, ihre Stärken und ihre Schwächen zu erkennen und mit Hilfe der bestehenden Interessen eine geeignete berufliche Laufbahn zu ermitteln.

Im Workshop im Schullandheim Langenhagen zeichneten die Jugendlichen ihren bisherigen Lebensweg nach, machten sich wichtige bzw. entscheidende Stationen deutlich und fassten schließlich die Erfahrungen und Fortschritte der letzten Wochen zusammen. Mit manchmal überraschenden, vor allem aber Mut machenden Ergebnissen. "Die Verbesserung ihrer sozialen Kompetenzen und das gestärkte Selbstbewusstsein werden, genau wie ihre optimierten Bewerbungsunterlagen, ihre Erfolgschancen am Arbeitsmarkt erhöhen", ist Regina Gebauer vom positiven Effekt des Projektes überzeugt.

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