Autoschieber im Eilverfahren zu Bewährungsstrafe verurteilt

Die Polizei löste am vergangenen Freitag einen Stau auf der A20 aus und konnte dort einen mutmaßlichen Autoschieber stellen. Foto: Christian Nimtz
Die Polizei löste am vergangenen Freitag einen Stau auf der A20 aus und konnte dort einen mutmaßlichen Autoschieber stellen. Foto: Christian Nimtz

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28. Oktober 2008, 08:08 Uhr

Wismar - Ein dank moderner Navigationstechnik in einer gestohlenen Hamburger Luxuskarosse schnell gefasster Autoschieber ist am Dienstag in einem Eilverfahren in Wismar verurteilt worden. Der 35-jährige Pole erhielt eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, wie Richter Kai Jacobsen am Amtsgericht Wismar der dpa sagte. Der Mann sei bisher in Deutschland strafrechtlich nicht aufgefallen. Er habe zur Auflage erhalten, die Bundesrepublik noch am Dienstag zu verlassen und ein Jahr lang nicht wieder einzureisen.

Der 70 000 Euro teure Wagen war in der Nacht zum vergangenen Donnerstag in Hamburg gestohlen worden. Die Polizei ermittelte aber über die Ortungstechnik des Wagens dessen Route und baute bei Wismar auf der A 20 eine Sperre auf. Dort wurde der Pole am Freitag festgenommen.

Der Richter sagte, der Mann habe glaubhaft gemacht, dass er das Auto in Hamburg von einem Polen erhalten habe und den Wagen nach Penkun (Uecker-Randow-Kreis) nahe der polnischen Grenze fahren sollte. Jacobsen vermutet, dass der 35-Jährige nur Handlanger einer größeren Autoschieberbande war.

Diese würde Kuriere nicht mit deutschen Autokennzeichen über die Grenze fahren lassen, sondern andere Komplizen mit gefälschten Autopapieren und polnischen Kennzeichen nach Deutschland schicken, so dass die gestohlenen Fahrzeuge dann relativ unauffällig über die Grenze kämen.

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