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19. November 2017 | 11:35 Uhr

Autofahrer Top - Fahrradfahrer Flop

vom

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2010 | 08:42 Uhr

Hagenow | In den sehr frühen Morgenstunden des gestrigen Tages führten Beamte der Hagenower Polizei eine themenbezogene Verkehrskontrolle in Warlitz und Hagenow durch.

Nach der Lagebesprechung im Polizeirevier machten sich die Beamten um 3.45 Uhr auf den Weg nach Warlitz, wo sie sich auf der Hauptstraße zur Einmündung Dorfanger postierten. Neben der Einhaltung von Tempolimits wurde vor allem auf die korrekte Beleuchtung der Fahrzeuge geachtet, die in den meisten Fällen nicht beanstandet wurde.

Im Anschluss daran ging es bis etwa acht Uhr in der Steegener Chaussee in Hagenow weiter. Unermüdlich zogen die Beamten einen Fahrradfahrer nach dem anderen aus dem Verkehr. Vom Fahren auf der falschen Straßenseite bis zum "technischen Totalausfall", bei dem sowohl Licht, als auch Vorderbremsen fehlten, war alles dabei.

Radweg in falscher Fahrtrichtung benutzt

"Das Resümee dieser Kontrolle fällt enttäuschend für die Fahrradfahrer aus", meint Uwe Mathews, Leiter des Hagenower Polizeireviers. "Fast jeder war ohne Licht unterwegs oder nutzte den Radweg in falscher Fahrtrichtung." Ebenso wenig half es, in einiger Entfernung der Beamten das Licht einzuschalten. "Auch in solchen Fällen gehen wir streng vor, denn zu oft haben wir schon Unfälle mit tödlichem Ausgang erlebt", so der Revierleiter. Das oft fehlende Bewusstsein für die Gefahr nicht bemerkt zu werden, bestätigt sich in der Aussage einer Fahrradfahrerin: "Ich hab keine Angst übersehen zu werden. Ich hab ja gute Augen." Dass ihre Augen nicht als einzige am Verkehrsgeschehen beteiligt sind, scheint sie dabei zu vergessen.

Ein Lichtblick sind laut Uwe Mathews die Kraftfahrer. "Sie halten ihre Fahrzeuge in Schuss und das ist auch in Ordnung so."

Ergebnisse der Kontrolletrolle

Die Polizeibeamten der Dienststellen Boizenburg, Hagenow und Ludwigslust hielten in einer gestrigen Kontrolle an sieben verschiedenen Stellen insgesamt 195 Pkw an. Darunter waren 17 mit Mängeln an den Lichtanlagen, zwei mit technischen Mängeln und 18 sonstige Ordnungswidrigkeiten. In zwei weiteren Fällen führten unerlaubt eingeschaltete Nebelscheinwerfer zu einer Geldstrafe.

Bei den Geschwindigkeitskontrollen gab es insgesamt drei Überschreitungen durch Pkw, von denen der schnellste mit 73 km/h bei erlaubten 50 unterwegs war. Unter den Lkw befand sich ein Fahrer, der es zu eilig hatte.

Zwischen 60 und 70 Prozent der Fahrradfahrer waren ohne Licht unterwegs, von denen wiederum 40 Prozent die Geldstrafe hätten verhindern können, da sie über funktionierende Lichtanlagen verfügten.

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