Schwerin : Autofahrer nerven in Fußgängerzone

<fettakgl>Eng wird es abends in den Straßen der Innenstadt.  </fettakgl>Auf Parkplatzsuche jagen viele Fahrer durch die Fußgängerzone.
Eng wird es abends in den Straßen der Innenstadt. Auf Parkplatzsuche jagen viele Fahrer durch die Fußgängerzone.

Verschärfen die Besucher der Schlossfestspiele die Parkplatzknappheit in Schwerin? Nein, doch werden durch die allabendlichen Sperrungen Autofahrer ermuntert, illegal die Fußgängerzone als Abkürzung zu benutzen.

svz.de von
25. Juni 2012, 09:57 Uhr

Altstadt | Verschärfen die Besucher der Schlossfestspiele die Parkplatzknappheit in der Innenstadt? Nein. So lautet die eindeutige Antwort von Anwohnern, von Stadt und Theater, die sich mit den Beobachtungen unserer Redaktion deckt. Allerdings werden durch die allabendlichen Sperrungen rund um den Alten Garten uneinsichtige Autofahrer ermuntert, illegal die Fußgängerzone als Abkürzung zu benutzen.

"Üppig ist die Parkplatzsituation hier am Großen Moor nie, aber man findet immer was", sagt Anwohner Wolfgang Krenz. "Nach sieben wird es aber oft eng." Dass durch die Schlossfestspiele die Situation möglicherweise verschärft werde, sieht er nicht. "Die gehen doch erst viel später los", sagt Krenz, und die auswärtigen Besucher würden ohnehin die ausgeschilderten Großparkplätze und Parkhäuser ansteuern, weiß der Schweriner. Auch Fabian Milau hat die selben Erfahrungen gemacht: "Manchmal muss man kurven, aber man findet schon was, notfalls am Tappenhagen", sagt der Anwohner. Die Aussagen decken sich mit stichprobenartigen Beobachtungen unserer Redaktion. Freitag 19 Uhr: Einzelne freie Parkplätze gibt es am Großen Moor, in der Burgstraße, in der Grünen Straße. Sonnabend 18 Uhr: Anwohnerparkplätze sind frei am Tappenhagen, in der Glaisinstraße, in der Werderstraße.

Problematischer stellt sich die Situation weiter oben in der Schelfstadt dar. "Hier ist es immer schwer, einen Parkplatz zu finden", sagt Marc Steinbach. Dass sich die Lage durch die Schlossfestspiele verschärfen würde, kann er aber nicht bestätigen.

"Wir wissen, dass die Parkplätze in der Innenstadt knapp sind, deshalb haben wir ja immer mehr Anwohnerparkzonen eingerichtet", sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Zum Thema Parken im Zusammenhang mit den Schlossfestspielen lägen aber keine Beschwerden vor, berichtet sie. Auch an das Theater sei diesbezüglich keinerlei Kritik herangetragen worden, so Pressesprecherin Franziska Kapuhs.

Massenhafte Beschwerden hagelt es indes über rücksichtslose Raser in der Fußgängerzone, die nach dem Öffnen der Poller für den Lieferverkehr illegal die Schlossstraße und die Puschkinstraße als Abkürzung benutzen. "Mit kleinen Kindern kann man nach 18 Uhr nicht mehr gefahrlos durch die Fußgängerzone gehen" sagt Kathrin Schäfer. "Offensichtlich sind einige Autofahrer genervt von den vielen Baustellen und Sperrungen und jagen nun wie die Verrückten durch die Innenstadt." Darüber ist auch Peter Meyer aus Euskirchen erstaunt, der mit seiner Frau eine Woche Urlaub in Schwerin macht. Das Paar wollte eigentlich ganz entspannt im Biergarten der Fischgaststätte Lukullus am Großen Moor speisen, doch ein Auto nach dem anderen rast vorbei. "Ist denn hier keine Polizei?", fragt der Schwerin-Besucher aus NRW ganz erstaunt und etwas verärgert. Ähnlich stellt sich die Situation auf dem Markt dar. Auch da sind die späten Gäste in den Straßencafésvon dem Punkt 18 Uhr einsetzenden Autoverkehr genervt und fragen nach der Polizei.

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