Autofahrer entgeht Zusammenprall mit Zug nur knapp

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25. August 2008, 06:34 Uhr

Graal-Müritz - Wegen der riskanten Fahrweise eines Autofahrers sind am Sonntagabend nahe Graal-Müritz ein Pkw und ein Zug fast kollidiert. Der 61 Jahre alte Pkw-Fahrer hatte ungeachtet der noch geringen Entfernung zur nahenden Lok den unbeschranken Banübergang mit unvermindert hoher Geschwindigkeit überquert, wie eine Sprecherin der Bundespolizei am Montag mitteilte. Der Lokführer brachte daraufhin den Zug mit einer Schnellbremsung zum Stehen.

Als der Bahnmitarbeiter während des außerplanmäßigen Halts die Sicherheit des Zuges überprüfen wollte, näherte sich ihm der Pkw-Fahrer, der unweit an einem Waldrand gestoppt hatte. In einem sich anschließenden Streitgespräch verwies der 61-Jährige auf die hohe Motorleistung seines Fahrzeugs als Beleg dafür, dass er den Bahnübergang trotz eines kommenden Zuges ohne Gefährdung anderer Menschen passieren könnte. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, deutete er den Angaben zufolge auf einen waffenähnlichen Gegenstand an seinem Gürtel.

Der Lokführer begab sich sicherheitshalber in den Zug und setzte die Fahrt nach Graal-Müritz fort. Er informierte die Bundespolizei, die den Tatverdächtigen kurze Zeit später ausfindig machen konnte. Gegen den Mann wird jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Bedrohung und Nötigung ermittelt. Ein waffenähnlicher Gegenstand wurde sichergestellt.

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