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Schnäppchenjagd in Warins Ortsteilen : Ausverkauf in Wariner Ortsteilen

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Grundstücke in Klein Labenz, Mankmoos und Warin kommen in den nächsten Wochen unter den Hammer. Das Amtsgericht Wismar hat Wohnhäuser, Ackerflächen und eine Ferienanlage in der Zwangsvollstreckung.

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erstellt am 23.Mär.2011 | 09:48 Uhr

Schnäppchenjagd in Warins Ortsteilen: Mehrere Grundstücke in Klein Labenz, Mankmoos und Warin kommen in den kommenden Wochen unter den Hammer. Das Amtsgericht Wismar hat Wohnhäuser, Ackerflächen und eine frühere Ferienanlage in der Zwangsvollstreckung. Wer will, kann auch ein Grundstück kaufen, auf dem das Kriegerdenkmal in Mankmoos seinen Platz hat.

"Ferienanlage Seeblick" steht auf einem Schild, das zum Urlaubmachen am idyllischen Klein-Labenzer See einlädt. Die Bungalows gehören zu einem Firmenkomplex mit mehreren Gebäuden - Werkstatt, Garagen, Hallen - an der Seepromenade, die am 29. März an den Meistbietenden gehen sollen. 1,5 Hek-tar Land direkt am See. Am Eingangstor erinnert der Firmen-Schriftzug "KOPA" an die früheren Nutzer. Mit 732 000 Euro ist der Verkehrswert des Gesamtpaketes angegeben. Weitere Objekte will das Amtsgericht in den kommenden Wochen in Klein Labenz zwangsveräußern: eine Lagerhalle in der Straße Am See mit 6000 Quadratmetern Grundstück, ein Verwaltungs- und Wohngebäude in der Dorfstraße mit 19 000 Quadratmetern Grundstück.

Auch Mankmoos taucht mehrfach in den Gerichtsveröffentlichungen auf. So sind knapp 48 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche (Verkehrswert: 533 000 Euro) zu haben. Hinweis: Dort gebe es ein Kiesvorkommen. Mitten im Ort, in der Pennewitter Straße, wartet ein Grundstück von 12,7 Hektar Fläche auf Käufer (89 000 Euro). Besonderheit: Laut Beschreibung gehört ein Kriegerdenkmal mit dazu. Es erinnert an die Gefallenen des Dorfes im 1. Weltkrieg.

"Es soll schon Interessenten geben", weiß Warins Bürgermeister Michael Ankermann. "Ich wusste allerdings nicht, dass man ein Kriegerdenkmal erwerben kann", wundert er sich. Dass derzeit Grundstücke aus den Ortsteilen zwangsversteigert werden, sei nicht ungewöhnlich. Es sei bekannt, dass es vielen Unternehmern in den vergangenen 20 Jahren schwer fiel, wirtschaftlich zu bleiben. Mit der Versteigerung verbinde er die Hoffnung, "dass der, der es ersteigert, etwas mit dem Objekt anfängt".

Auch in der Stadt Warin stehen Grundstücke zum Verkauf. Ein Wohnhaus in der Brüeler Straße ist mit gut 146 000 Euro taxiert. Mehrere Häuser will das Amtsgericht in der Burgstraße an Frau oder Mann bringen. Auch am Mühlentor ist ein Wohn-/Geschäftshaus zu haben. Schließlich stehen mehrere Baugrundstücke am Glammsee in der Zwangsvollstreckung. "Fünf unbebaute, erschlossene Baugrundstücke sowie Verkehrsflächen im rechtskräftigen B-Plangebiet", heißt es in der Bekanntmachung. Knapp 7500 Quadratmeter Fläche; Verkehrswert: 210 000 Euro. Der Projektträger war in die Pleite gerutscht.

Die Stadt Warin werde vermutlich beim Verkauf der Straße am Glammsee (nicht der Bauplätze) mitbieten, so Ankermann. "Wir kennen die Unzufriedenheit der Anlieger." Nach der Pleite kümmerte sich z.B. niemand mehr um den Zustand der Straßenlaternen, worüber Eingenheim-Besitzer klagten (SVZ berichtete). Wann die Stadt bietet, sei noch offen.

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