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Gadebusch : Ausschuss lehnt Bürgerwillen ab

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Die Bürger hatten wegen der Pflasterdecke große Einwände, denn häufiges und langes Befahren mit großen Fahrzeugen könnten in der Straßendecke Spurrillen hinterlassen. Doch die Lessingstraße bekommt keine Asphaltdecke.

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erstellt am 15.Apr.2011 | 12:15 Uhr

Gadebusch | Bürgerwille abgelehnt: Die Lessingstraße bekommt keine Asphaltdecke. Bei einer Einwohnerversammlung in Gadebusch bezüglich der Bauarbeiten in der Heinrich-Heine-Straße Mitte Februar haben Anwohner den Vorschlag unterbreitet, die Lessingstraße und die Nebenstraßen zu asphaltieren anstatt einer Betonsteinpflasterdecke (wir berichteten).

Die Einwohner Gadebuschs hatten bezüglich der Pflasterdecke große Einwände, denn häufiges und langes Befahren mit Müllautos und anderen großen Fahrzeugen könnten in der Straßendecke Spurrillen hinterlassen. Ein weiteres Manko ist der Lärmpegel, denn nicht alle Autofahrer halten sich an die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung in der Straße, monierten die Anwohner. Diesen Einwänden entgegnete jetzt Bauleiter Steffen Dauck: "Das lässt sich aber durch eine Standard-Oberbauschicht unter der Betonsteinpflaster decke ausschließen."

Bei der Einwohnerversammlung hatte Gadebuschs Bauamtsleiterin Rommy Elßner den Vorschlag der Bürgerinnen und Bürger entgegen genommen, aber hinzugefügt, dass eine Asphaltdecke in jedem Fall teurer werden würde. Nach der jüngsten Bauausschusssitzung im März standen die Zahlen fest: "Es würden Mehrkosten von 12 000 Euro für die Asphaltdecke entstehen", sagte Elßner. Bislang kostet die neue Straßendecke den Anwohner der Lessingstraße nichts. Bei der Februar-Versammlung in der Mensa der Regionalschule Gadebusch hatten sich die Anwohner nicht eindeutig positioniert, für eine leisere Asphaltdecke Geld zu bezahlen. Somit entschieden sich die Mitglieder des Bauausschusses gegen eine Asphaltierung. Doch auch die Betonsteinpflaster decke birgt nicht nur Nachteile. Durch die ebene Oberfläche entsteht der Eindruck, dass sich der Autofahrer in einem verkehrsberuhigten Bereich befindet und somit seine Geschwindigkeit verringert. Ein weiterer Vorteil ist, die Möglichkeit für Ausbesserungsarbeiten im Boden. Das Öffnen der Decke ist unkomplizierter als bei einer Schwarzdecke - es entsteht keine "Flickschusterei" so die Bauamtsleiterin. Ein weiterer Vorteil der Pflastersteindecke ist der Kostenfaktor. "Der ursprüngliche Auftrag von der Stadt hat sich verdreifacht", sagte Dauck. Aber die Anwohner profitieren davon, so der Baustellenleiter. Denn wie Rommy Elßner mitteilte, konnten durch die Steuernachzahlungen Ende November, die Leitungen für Schmutzwasser, Regenwasser und Trinkwasser neu finanziert und verlegt werden. Ende Sommer sollen die Bauarbeiten vollendet sein.


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