Ausschreitungen in Rostock

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27. September 2008, 09:02 Uhr

Rostock - Am Rande der Zweitligapartie zwischen dem FC Hansa Rostock und FC St. Pauli kam es gestern Abend zu Ausschreitungen. Bereits vor dem Anpfiff wurden Anhänger des Hamburger Kiezklubs beim Verlassen der Rostocker Bahnhofs Parkstraße attackiert. „Eine Gruppe von Personen hat versucht von rechten Eingang her, die Gästefans anzugreifen und sie dabei mit verschiedenen Gegenständen beworfen. Beamte verhinderten jedoch ein direktes Aufeinandertreffen beider Gruppe und beruhigten die Situation“, sagte Polizeisprecherin Dörte Lembke. 52 Personen wurden daraufhin festgenommen. Anschließend geleiteten Beamte die Fans des FC St. Pauli in die DKB-Arena. Dort kam es am Eingang zu einem Zusammenstoß mit Rostocker Anhängern. „Die Fanlager waren jedoch durch Zäune und Absperrungen getrennt, provozierten aber sich gegenseitig“, so Lembke.

Nach dem Ende der Partie versuchten einige „Hansa-Anhänger“ in den Gästeblock zu gelangen, wurden aber von Polizeikräften daran gehindert.

Tumulte gab es zudem an einer Absperrung der Rostocker Kopernikusstraße/Höhe Schwimmhalle aufgrund der Rückführung der Hamburger Fans zum Bahnhof Parkstraße. Dort wartende Personen wurden ungeduldig. Dort kamen auch zwei Wasserwerfer zum Einsatz.

Schon in der Vergangenheit war es beim Aufeinandertreffen beider Vereine zu massiven Ausschreitungen gekommen. Im Vorfeld hatten deshalb Vertreter beider Fan-Lager intensive Gespräche geführt. „Es gibt immer wieder Leute mit einer halben Gehirnzelle. Man muss versuchen, diese Leute so schnell wie möglich auszusortieren“, sagte Hamburgs Trainer Holger Stanislawski. Ähnlich sah es auch Rostocks Vorstandsvorsitzender Dirk Grabow: „Ich habe null Verständnis. Ich weiß nicht, was in deren Köpfen vorgeht. Wahrscheinlich sind die leer.“

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