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Waldgut Glave bewirtschaftet rund 1000 Hektar : Aussaat übernimmt der Eichelhäher

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Etwa 1000 Hektar rings um Glave, bis an die Autobahn 19 und über die Kreisgrenze nach Parchim hinaus, erstreckt sich das Waldgut Glave. Acht Mitarbeiter kümmern sich um den Wald.

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erstellt am 26.Jul.2011 | 11:37 Uhr

Etwa 1000 Hektar rings um Glave, bis an die Autobahn 19 und über die Kreisgrenze nach Parchim hinaus, erstreckt sich das Waldgut Glave. Acht Mitarbeiter kümmern sich um den Wald. Sauberkeit ist dabei oberstes Gebot, die Naturverjüngung ein wichtiges Thema.

Vogel vergräbt die Eicheln irgendwo im Wald

Auf den meist sandigen Böden wachsen zu 80 Prozent Kiefern. Die Kiefer werde sicher der wichtigste Baum im Waldgut Glave bleiben, man sei aber dennoch, wie in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt, mit dem Waldumbau beschäftigt. "Vor vier, fünf Jahren hatten wir große Probleme mit dem Kiefernspanner", berichtet Dirk Klüdtke (48), der im Waldgut für den Forstbereich verantwortlich ist. Es sei nicht ohne Kahlschläge abgegangen. Mit Eiche, Buche und Douglasie habe man wieder aufgeforstet. Während Pflanzmaterial überwiegend von Baumschulen bezogen wird, versucht man im Waldgut Glave inzwischen auch Eichen selbst zu ziehen, d.h. man überlässt es der Natur. "Wir haben 30 Kästen aufgehängt und füllen sie im Herbst mit Eicheln", erzählt Dirk Klüdtke. Dann setze man auf die Unterstützung durch den Eichelhäher. Der Vogel vergräbt die Eicheln irgendwo im Wald als Wintervorrat. "Doch von fünf Eicheln findet er höchstens drei wieder", sagt der 48-Jährige.

Auch mit der Naturverjüngung von Kiefern habe man begonnen. Eine drei Hektar große Fläche mit 70 bis 80 Jahre alten Kiefern habe man durchgeforstet und gepflügt. Wenn die Zapfen aufspringen fallen die Samen zu Boden. "Unsere ersten kleinen Kiefern sind jetzt drei Zentimeter hoch", freut sich Dirk Klüdtke.

Zurzeit sind die Waldarbeiter mit der Pflege der Jungbestände beschäftigt, informiert Thomas Soltwedel (46), der die Verantwortung für den Bereich der Jagd, die einen gewissen Stellenwert im Waldgut hat, trägt. Flächen werden gemäht und Zäune gebaut. Außerdem sei gegen den Rüsselkäfer vorzugehen.

Jährlich werden im Waldgut rund 2000 Festmeter Holz gemacht. Im Gegenzug werden dieses Jahr rund 30 Hektar aufgeforstet. Thomas Soltwedel nennt Douglasien und Fichten, Eichen und auch Buchen. Die im Frühjahr aufgeforsteten Bestände seien gut angewachsen, stellt er fest.

Ein zweites Standbein des Waldgutes sei der Verkauf von Brennholz. Man biete hauptsächlich Kiefer, in geringerem Maße aber auch Hartholz auf 20 bis 50 Zentimeter Länge geschnitten an. "Wir haben damit im vergangenen Jahr begonnen und sind gleich von null auf 100 gestartet", so Dirk Klüdtke. Das Brennholz biete man von Dezember bis April an. Er sieht in diesem Bereich große Entwicklungsmöglichkeiten.

Für die Gemeinde Dobbin ist das Waldgut ein wichtiges Unternehmen in der Kommune. "Wenn wir Unterstützung brauchen, finde ich hier immer ein offenes Ohr", sagt Bürgermeister Wilfried Baldermann. Kleidung für die Jugendwehr in Dobbin wurde gesponsert, ebenso ein Fußballturnier, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ohne Sponsoren gehe heute kaum etwas, weiß Thomas Soltwedel. Deshalb leiste das Waldgut Glave gern einen Beitrag für ein interessantes Gemeindeleben.

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