Mais kommt bei Uelitz in den Boden : Aussaat in der Staubwolke

Ausgetrocknete Böden: Beim Drillen der Maissaat wird viel Staub aufgewirbelt.
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Ausgetrocknete Böden: Beim Drillen der Maissaat wird viel Staub aufgewirbelt.

Lange Trockenperioden im Frühling kennt Anke Schmedemann schon aus den Vorjahren. Doch dass es schon einmal so extrem wie jetzt war, daran kann sich die 56-jährige Bäuerin aus Uelitz nicht erinnern.

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04. Mai 2011, 11:42 Uhr

Lange Trockenperioden im Frühling kennt Anke Schmedemann schon aus den Vorjahren. Doch dass es schon einmal so extrem wie jetzt war, daran kann sich die 56-jährige Bäuerin aus Uelitz nicht erinnern. "Hinzu kommt, dass es in der Region um Rastow generell weniger regnet und wir leichte Böden haben", erzählt die Uelitzerin. Bei starkem Wind geht der frisch bestellte Acker auch schon mal "spazieren". In den zurückliegenden Tagen hielt sich der Wind glücklicherweise etwas zurück, so dass bei der Aussaat von Mais auf einem 40 Hektar Schlag am Dorfrand nur kurzzeitig eine Staubwolke entstand. "Anfang April hatten wir gerade Lupinen auf dem Acker auf der anderen Straßenseite ausgesät", berichtet Anke Schmedemann. "Als es auf der A 19 den fürchterlichen Unfall gab, war auch bei uns im Dorf nichts zu sehen, weil der Boden aufgewirbelt wurde. So etwas habe ich bis dahin noch nie erlebt." Das Ausmaß hielt sich noch in Grenzen, weil nur auf einem Schlag der Boden bearbeitet wurde. Dort sind die Lupinen inzwischen aufgelaufen. Nun kommt der Mais in die Erde. Allerdings ist ein etwa zehn Meter breiter Streifen rings um das Feld bereits bestellt: Hier wächst Gras. "Dadurch verringern wir die Bodenerosion und vergrößern zugleich den Abstand zu den Wohnhäusern", erläutert Anke Schmedemann. Doch auch dieser Grünstreifen ist Wirtschaftsfläche, das Gras wird wie der Mais als Futter für die 80 Mutterkühe und Kälber des Uelitzer Familienbetriebes benötigt.

Bei der Maisaussaat bekommen Heinz und Anke Schmedemann, die etwa 340 Hektar Land bewirtschaften, Unterstützung von der

Agrarproduktgesellschaft Lü besse. "Wir arbeiten seit mehr als 20 Jahren zusammen. Die Agp hilft uns mit Technik und Leuten bei der Bestellung und auch bei der Ernte", bedankt sich Anke Schmedemann. Die Feuchtigkeit im Boden und in den Maiskörner ist sicher auch ausreichend für das Auflaufen der Saat. "Aber dennoch brauchen wir Regen, viel Regen", betont Anke Schmedemann. "Und den lieber gestern als heute." Denn ohne Wasser können sich die Pflanzen nicht entwickeln.

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