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Putbus/Garz : Auffanggesellschaft soll Softwarefirmen retten

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Für die insolventen Softwarefirmen auf der Insel Rügen zeichnet sich möglicherweise eine Rettung ab. Derzeit wird die Überführung der vier Unternehmen in eine Auffanggesellschaft geprüft.

svz.de von
erstellt am 11.Jan.2011 | 12:03 Uhr

Sagte gestern der Geschäftsführer des Aus- und Weiterbildungszentrums IT College, Gunther Schrader.
Mehrere Investoren hätten Interesse am Erhalt der IT-Firmen bekundet und seien bereit, sich an einem neuen Verbund zu beteiligen.

Mitte Dezember hatten die Softwarefirma EDV Service Garz, die CSB Hanse Kasnevitz, die ASP Putbus und die IT Circus GmbH Putbus Insolvenz angemeldet. Auslöser waren staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug. In der Folge hatte das Land Fördermittel eingefroren. Zudem lösten Geschäftspartner keine neuen Aufträge mehr aus. Inzwischen drohe auch dem Forschungszentrum IT-Science Center das Aus, sagte Schrader. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren Entwicklungen wie ein elektronisches Fahrtenbuch, eine Controlling-Software für Unternehmen sowie eine Internet-Anwendung für Blinde auf den Markt gebracht.

Insgesamt gehören elf Unternehmen zum Rügener Software-Firmenverbund, für den die Stadt Putbus mit rund zwei Millionen Euro bürgt. "Wir gehen davon aus, dass nach der Konsolidierung mindestens 50 Arbeitsplätze der derzeit etwa 120 Mitarbeiter gesichert werden können", sagte Schrader. Von der Pleite bislang nicht betroffen sei das IT College, das im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 2,95 Millionen Euro erreicht habe, rund ein Drittel mehr als 2009. An der Weiterbildungseinrichtung, an der EDV Garz bislang 45 Prozent hielt, absolvieren derzeit etwa 360 Schüler einen Software-Kurs.

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