Lübz : Auf gefiederte Kostbarkeit gestoßen

Für die Nilgans sind verhältnismäßig hohe Beine und ein dunkler Augenfleck charakteristisch. archiv
Für die Nilgans sind verhältnismäßig hohe Beine und ein dunkler Augenfleck charakteristisch. archiv

Bei der Wintervogelzählung im Januar machte Siegfried Horn an einer größeren Wasserfläche auf einem Getreidefeld in der Nähe von Lübz eine für ihn interessante Entdeckung: Zwei Nilgänse.

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08. Februar 2011, 11:04 Uhr

Bei der Wintervogelzählung im Januar machte Siegfried Horn an einer größeren Wasserfläche auf einem Getreidefeld in der Nähe von Lübz eine für ihn interessante Entdeckung: Zwei Nilgänse (Alopochen aegyptiacus). Sie sind afrikanischen Ursprungs und leben eigentlich an nahrungsreichen subtropischen Binnenseen und Flüssen. Durch Gefangenschaftsflüchtlinge breitet sich die Nilgans zunehmend in Mitteleuropa aus, seit den siebziger Jahren aus einer in den Niederlanden gebildeten Population zunächst nach Süden entlang des Rheins bis zur Schweiz, dann nach Osten hin über die Donau bis nach Österreich und gegenwärtig auch nach Norden. "Während die Kreisfachgruppe Ornithologie/Vogelschutz in ihrem 2006 herausgegebenen Werk ,Die Vogelwelt des Landkreises Parchim die Nilgans als seltenen Durchzügler bezeichnet, listet die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft M-V in ihren Rundschreiben 2010 Beobachtungen und Brutvorkommen im Land auf", schreibt Horn. So gab es zum Beispiel erfolgreiche Bruten in Lüttow bei Zarrentin am Schaalsee, an den Klärteichen in Matzlow in der Nähe von Parchim und bei Lüblow im Kreis Ludwigslust. Landesweit sind etwa zehn Brutpaare bekannt.

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