Schullandheim Dreilützow bietet ab Januar GPS-Schatzsuche an : Auf die richtige Peilung kommt es an

Sylvana Wemmel (l.) nimmt mit  dem GPS-Empfänger die Peilung auf, und Nicole Müller hält die  entsprechenden Röhren bereit, in denen die Dokumentationen zu den  jeweiligen Stationen für die GPS-Schatzsuche  witterungsfest verstaut werden. Dieter Hirschmann
Sylvana Wemmel (l.) nimmt mit dem GPS-Empfänger die Peilung auf, und Nicole Müller hält die entsprechenden Röhren bereit, in denen die Dokumentationen zu den jeweiligen Stationen für die GPS-Schatzsuche witterungsfest verstaut werden. Dieter Hirschmann

Wussten Sie, dass es in Wittenburg ein ehemaliges Reichsarbeitslager gab oder wo sich der jüdische Friedhof befindet? Diese und viele weiteren geschichtlichen Fakten hat Sylvana Wemmel zusammen getragen.

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19. November 2010, 11:52 Uhr

Geschichtliche Daten und Tatsachen aus Wittenburg sind der Ausgangspunkt für mehrere GPS-Touren, die Schüler der fünften bis zur achten Klasse vom Schullandheim in Dreilützow aus nach Wittenburg unternehmen können. "Wir haben derzeit einen Vorbereitungsstand erreicht, der es uns ermöglicht, ab Beginn des kommenden Jahres Gruppen spezielle Demokratie-Schatzsuchen anzubieten. Unterstützt hat uns bei diesem Projekt der Landesverband der Schullandheime", erläutert Stefan Baerens die Situation, das derzeit angesagte Geocaching, die Schatzsuche mit GPS-Empfängern, mit demokratischen Inhalten zu versehen.

Was verbirgt sich hinter dem Projekt des Dreilützower Schullandheimes? Sylvana Wemmel, sie ist Praktikantin im Schullandheim und befindet sich beim IfB Hagenow in der Umschulung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit, hat das Projekt inhaltlich erarbeitet. Viele Stunden verbrachte sie im Vorfeld im Archiv der Stadt Wittenburg, nahm Kontakt mit Zeitzeugen auf, um danach altersgerechte GPS-Touren zu erarbeiten. "Es geht darum, den zukünftigen Nutzern Wissenwertes und Interessantes zum Thema Demokratie und Toleranz zu vermitteln, und wir wollen Geschichte und Politik erlebbar machen", sagte Sylvana Wemmel gestern im Gespräch mit SVZ.

Schulklassen, die sich für eine Tour entschieden haben, erhalten in Dreilützow die Koordinaten für die Schatzsuche sowie die GPS-Geräte. Und dann kommt es auf die richtige Peilung an. Die Geodaten, die in den elektronischen Kompass eingegeben werden, weisen den Weg zu den einzelnen Orten, wo die Schüler dann einen versteckten Schatz finden können. Die in den Röhren verstauten Dokumentationen erläutern die historischen Hintergründe und die Gegebenheiten vor Ort. Die einzelnen Touren setzen sich aus Bausteinen zusammen, d.h., dass es auch möglich ist, die GPS-Schatzsuche zu modifizieren. Ansprechpartner in Dreilützow für dieses Projekt ist Stefan Baerens und Nicole Müller, sie ist bis zum nächsten Sommer im Freiwilligen ökologischen Jahr im Schullandheim tätig und von Sylvana Wemmel ausführlich eingewiesen worden. "Mir hat das Erarbeiten der einzelnen Routen sehr viel Spaß gemacht. Es kamen viele neue Informationen zusammen, die möglicherweise noch gar nicht so bekannt sind", ist sich Sylvana Wemmel sicher, die auch gern ehrenamtlich die eine oder andere Gruppe auf der Schatzsuche begleiten will.

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