Ludwigslust : Attraktiv, sicher und barrierefrei

Die Pläne von der Lindenstraße  begutachten Bauamtsleiter Holger Böwe (l.) und Mitarbeiter Jens Gröger.Hans-Georg Taken
Die Pläne von der Lindenstraße begutachten Bauamtsleiter Holger Böwe (l.) und Mitarbeiter Jens Gröger.Hans-Georg Taken

Die Lindenstraße in Ludwigslust ist in die Jahre gekommen. Pläne für eine Neugestaltung liegen schon seit den 90er-Jahren in der Schublade. Jetzt wurden die Entwürfe modifiziert und von der Politik für gut befunden.

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21. Dezember 2010, 12:04 Uhr

Unansehnliche Betonplatten auf den Gehwegen, unebener Straßenbelag, alte Leitungen und Kanäle im Erdreich. Pläne für eine Neugestaltung liegen schon seit den 90er-Jahren in der Schublade. Jetzt wurden die Entwürfe modifiziert und von der Politik für gut befunden. Dem Umbau stehen jedoch noch 58 Linden links und rechts der gleichnamigen Straße im Weg. Erst wenn die Fällgenehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises vorliegt, kann mit der Neugestaltung begonnen werden.

Bauamtsleiter Holger Böwe und Mitarbeiter Jens Gröger sitzen an einem Tisch, dessen gesamte Oberfläche von einem Bauplan eingenommen wird. "Das ist der südliche Teil der Lindenstraße", sagt Gröger und fährt mit dem Finger über die Skizze. Auf dem Boden liegen noch mehr Pläne, denn eine solche Baumaßnahme, die geschätzte zwei Millionen Euro kosten, die über zwei Jahre lang dauern wird, die muss bis ins letzte Detail durchdacht und bemessen sein. "Alles aber noch unter Vorbehalt", sagt Holger Böwe, tippt auf die Zeichnung und spricht noch einmal von der entscheidenden Fällgenehmigung.

Wird sie erteilt, dann kann es losgehen. "Im Frühjahr kommenden Jahres würden wir schon beginnen", sagt Böwe. Je schneller, desto besser, denn Straße, Unterbau und Gehwege seien marode und unansehnlich. Barrierefrei, attraktiver, funktionaler und verkehrssicherer - so stellen sich die Planer die Lindenstraße, eine der größten Einkaufszeilen der Kreisstadt in Zukunft vor. Dabei spielen nach wie vor die Linden eine große Rolle. Die neuen Bäume sollen so gepflanzt werden, dass sie sich genau gegenüberstehen und ihr Wurzelwerk nicht mehr Straßen und Gehwege anheben. Statt der grauen Betonplatten sind für Gehwege gelber, schmutzabweisender Klinker und Betonrechteckpflaster vorgesehen. Schutzstreifen für Radfahrer im südlichen Teil sowie ein Längsparkstreifen ohne Markierung im nördlichen Abschnitt sollen für mehr Verkehrssicherheit und besseren Verkehrsfluss sorgen.

"Im Zuge eines Umbaus würden auch gleich alle Kanäle, Leitungen und Kabel im Erdreich ausgebessert oder neu verlegt", sagt Böwe.

Die Anwohner wurden schon über die Planungen informiert, eine neuerliche Info-Veranstaltung ist, wenn grünes Licht für die Baumaßnahme erfolgt, zeitnah vorgesehen.

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