„Arosa-Aqua“ auf Kiel gelegt

Kiellegung eines neuen Flussschiffs der Arosa-Flotte: Knapp 50 Mitarbeiter der Reederei feierten den Baubeginn ihres siebenten Schiffs. Die „Aqua“ fährt ab 2009 auf dem Rhein.

von
17. Oktober 2008, 08:30 Uhr

Warnemünde - In der Neptun-Werft wurde gestern der Baubeginn eines neuen Schiffs der Arosa-Flussschiff-Flotte gefeiert. Zur traditionellen Kiellegung hatte das Rostocker Unternehmen seine Mitarbeiter eingeladen. „Das ist ein wesentlicher Meilenstein im Leben eines Schiffes“, sagte Werft-Geschäftsführer Manfred Müller-Fahrenholz. Diesen mitzuerleben trieb manchen Reederei-Mitarbeitern die Tränen in die Augen. „Das sind später unsere eigenen Schiffe“, so Arosa-Marketing-Chef Jörg Boeckmann. Allein deshalb seien dies emotionale Momente.

Von Köln aus den Rhein erkunden
Das Schiff, das bereits am 1. August 2009 seine Premierenreise auf dem Rhein unternehmen soll, wird den Namen „Arosa-Aqua“ tragen. 200 Passagiere sollen Platz in 99 Kabinen haben. Mit 135 Metern Länge und 11,40 Metern Breite schöpft es die zulässige Größe voll aus. Angetrieben wird es von vier Maschinen mit jeweils mehr als 430 PS. Vom Basishafen Köln aus soll die „Aqua“ den Rhein in nördlicher Richtung bis Rotterdam und nach Süden bis Basel erkunden. „Die Premierenreise ist schon fast ausgebucht“, freut sich Boeckmann.

Seine Mitarbeiter sind von der Kiellegung sichtlich beeindruckt. „Ich habe eine Gänsehaut“, sagt Kathrin Gestring, Salesmanagerin. Ein besonderer Moment ist es für Hannelore Meyer, als sie eine Ein-Cent-Münze unter den Kiel des Schiffsfragments legen darf. Die 58-Jährige arbeitet seit 1966 bei der Deutschen Seereederei, deren Tochter „Arosa“ ist. „Ich stehe kurz vor den Tränen“, sagt sie. „Ich bin lange zur See gefahren, aber so etwas habe ich noch nie mitgemacht.“ Im nächsten Jahr geht sie in den Vorruhestand und freut sich schon auf den Tag, an dem sie selbst auf „ihrem“ Schiff eine Reise machen kann.

Die „Aqua“ ist das erste Schiff einer neuen Flussschiff-Baureihe. Das Schwesternschiff „Viva“ soll 2010 fertig sein und ebenfalls auf dem Rhein fahren. Die anderen sechs Schiffe der Arosa-Flotte verkehren auf der Donau und der Rhone. „Damit befahren wir drei große Europäische Flüsse“, sagte Arosa-Chef Lars Clasen. Man wolle weiter auf Wachstum setzen, jedoch nicht zu weit in die Welt hinaus fahren, so dass man das Produkt und seine Qualität immer selbst unter Kontrolle behalten könne. Ein künftiger Markt liege möglicherweise in Großbritannien.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen