Parchim: Mehr Aufwändungen für Transferleistungen : Armutsrisiko in Parchim gestiegen

Auch bei vielen Parchimer Familien war der Gabentisch in diesem Jahr nicht so reichlich wie in den Vorjahren gedeckt. Das Armutspotenzial nimmt in Parchim zu. Mehr Menschen sind auf Transferleistungen angewiesen.

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27. Dezember 2010, 11:01 Uhr

Die Zahl der erwerbsfähigen Parchimer, die bereits zwischen 2002 und 2008 um rund 1650 Personen gesunken sei, hat sich im Vorjahr um weitere 280 Frauen und Männer verringert. Damit ist das Erwerbspersonenpotenzial in nur einem Jahr in der Kreisstadt um mehr als zwei Prozent geschmolzen. Nur noch etwa jeder dritte Bewohner bezieht seine Einnahmen aus einem sozialversicherungspflichtigem Job. "Immer mehr Menschen ziehen weg oder gehen in die Rente", so Dr. Heike Gerth, die kürzlich die aktuelle Auflage des "Monitoring Stadtentwicklung" vorgelegt hat.

Seit im Jahre 2002 ein erstes Stadtentwicklungskonzept für Parchim erarbeitet wurde, wird im Zwei-Jahres-Rhythmus die tatsächliche Entwicklung überprüft. "Parchim gehört zu den langsam kleiner werdenden Städten und hat nur noch rund 18 000 Bewohner. Nach einer relativ stabilen Phase sinkt die Einwohnerzahl deutlich", heißt es in dem Papier. Problematisch sei vor allem, dass das Durchschnittsalter der Bewohner, das im Jahre 2002 noch bei 42,8 Jahren lag, inzwischen auf fast 46 Jahre gestiegen ist.

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