Arbeitsplatzabbau bei Reederei in Rostock

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05. Juni 2008, 02:52 Uhr

100 Beschäftigte der deutsch-dänischen Reederei Scandlines bangen um ihre Arbeitsplätze. Nach unseren Informationen sind Kündigungsbriefe auch an mehrere Rostocker Mitarbeiter verschickt worden. John Steen-Mikkelsen, einer der Geschäftsführer des Unternehmens, bestätigte, dass es in den nächsten Wochen zu Entlassungen bei Scandlines kommen wird. Eine genaue Zahl wollte er aber nicht nennen.
Bei den Betroffenen handele es sich sowohl um Mitarbeiter aus Dänemark als auch aus Deutschland, so Steen-Mikkelsen. Das Unternehmen sei bemüht, für alle eine sozial verträgliche Lösung zu finden. Beispielsweise würden mögliche Ruhestandsregelungen in Betracht gezogen.

Als Grund für die bevorstehenden Kündigungen nennt der Geschäftsführer: „Es handelt sich zum großen Teil um Doppelbesetzungen im Unternehmen, die die vormaligen Eigentümer vorgehalten haben. Diese stehen nun aus wirtschaftlichen Gründen auf dem Prüfstand.“

Kenner der Szene habe solche Einsparungen lange vorhergesehen. Nämlich als Scandlines im Juni 2007 an die Finanzinvestoren 3i und Allianz Capital verkauft wurde, die je 40 Prozent übernahmen, sowie an die Deutsche Seereederei (DSR) aus Rostock, die sich mit 20 Prozent beteiligt hat. Schon damals war ebenso klar, dass ein neuer Chef ans Ruder kommen würde. Seit dem 1. Juni 2008 hat Michael Hassing diesen Posten übernommen. Möglicherweise ist dieser Personalschnitt eine seiner ersten Amtshandlungen. Denn Hassings wichtigste Aufgabe besteht darin, den Börsengang vorzubereiten.

Dem Unternehmen Scandlines gehören allein in Deutschland etwa 1200 Mitarbeiter an, in Dänemark sind es noch einmal so viele.

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