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Spielplatz-Trupp pflegt 74 Kinderparadiese in Schwerin : Arbeitsplatz auf dem Klettergerüst

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Kontrollieren, säubern, abbauen, um- und ersetzen - Mitarbeiter der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin haben alle Hände voll zu tun. Sie kümmern sich um 74 Kletterlandschaften, Sandflächen und Bolzplätze.

Schwerin | Kontrollieren, säubern, abbauen, um- und ersetzen - Schwerins Spielplatz-Trupp hat alle Hände voll zu tun. Die Mitarbeiter der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) kümmern sich um 74 Kletterlandschaften, Sandflächen und Bolzplätze. Zu ihren größten Sorgenkindern gehört der Bolz- und Streetballplatz in der Hegelstraße, wie Ninette Franke berichtet. Die SDS-Mitarbeiterin konzipiert gemeinsam mit ihrer Kollegin Katarina Dominka die Spielplatzplanungen. Der Außendienst hält Schwerins Spielplätze in Schuss. Die Mitarbeiter graben beispielsweise einmal jährlich die Fundamente jedes Klettergerüstes frei, um die Standfestigkeit zu überprüfen. Das ist bei Spielplätzen erforderlich, doch im Fall der Hegelstraße sei der Rhythmus der Randalierer kürzer als der des Reparaturteams, sagt Franke. Obwohl die vier Außendienstmitarbeiter jeden Spielplatz einmal pro Woche im Stadtgebiet in Augenschein nehmen, reicht das im Falle des Bolzplatzes im Mueßer Holz nicht. Er muss wohl aufgegeben werden, weil die Unterhaltungskosten nicht mehr tragbar sind.

Etwa 75 000 Euro stehen jährlich für Wartung- und Instandhaltungsarbeiten zur Verfügung. Davon werden Ersatzteile beschafft beziehungsweise Fallschutz- und Buddelsand ausgetauscht oder gereinigt. Weitere 100 000 Euro werden laut SDS in Rekonstruktionen und komplette Teilsanierungen von Spielplätzen gesteckt. "Einige sind mit der Zeit abgespielt", sagt Franke. Am anfälligsten sind Ketten von Schaukeln, die durchreiben. Aber auch die Seilummantelungen wie bei der Kletterpyramide am Pfaffenteich leiden unter Belastung. Ähnlich steht es um Planken von Holzklettergeräten, deren Haltbarkeit durch Sand an den Kinderschuhen verkürzt wird. "Klettergeräte haben eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren", sagt Franke. Danach sind sie in der Regel verschlissen. Einige der Spielplätze hat die Stadt von Bauträgern übernommen. Wenn der Erschließungsträger ein neues Wohngebiet plant, werden je nach Größe des Gebietes auch Spielbereiche vorgesehen. "Wir übernehmen im Namen der Stadt die Bewirtschaftung", so die Sachbearbeiterin.

Spielgeräte sind kostenintensiv: Ein Federschaukeltier beispielsweise kostet mit Installation mehr als 500 Euro. Eine kleine Konstruktion mit Rutschenturm und Reifenschaukeln kann mit mehr als 7000 Euro zu Buche schlagen. Die größeren Spielanlagen wie auf den Spielplätzen in der Carl-Moltmann-Straße, im Freizeitpark Plater Landstraße und auf dem Spielplatz am Löwenplatz kosten mehr als 25 000 Euro.


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erstellt am 10.Jun.2011 | 06:11 Uhr

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