AOK bestätigt Fusionspläne

svz.de von
07. Juli 2010, 09:18 Uhr

Schwerin | Das beharrliche Werben der Allgemeinen Ortskrankenkassen in Berlin und Brandenburg scheint von Erfolg gekrönt zu sein: Beide wollten schon bei ihrer zu Jahresbeginn vollzogenen Fusion die AOK Mecklenburg-Vorpommern mit ins Boot nehmen. Damals lehnte die hiesige Kasse ab, nun ist sie doch in erste Gespräche über eine Fusion eingetreten. Einen Tag nach brandenburgischen AOK-Kreisen bestätigte gestern AOK-Sprecher Markus Juhls in Schwerin, dass es ein entsprechenden Verwaltungsratsbeschluss gibt. "Vor dem Hintergrund des Gesundheitsfonds prüft mittlerweile jede Kasse Vereinigungsoptionen", so Juhls. "Im Verbund könnten wir Wirtschaftlichkeitspotenziale besser ausschöpfen, wir hätten bessere Marktchancen und stärkere Verhandlungspositionen gegenüber Leistungserbringern."

In die gemeinsame AOK würde Berlin-Brandenburg 1,3 Millionen Versicherte einbringen, Mecklenburg-Vorpommern 480 000. "Über 15 000 Mitglieder haben wir allein im ersten Halbjahr 2010 neu gewonnen", so Juhls. Eine künftige gemeinsame AOK der drei Bundesländer würde größenmäßig auf Platz 11 der derzeit ca. 160 Krankenkassen liegen.

Jetzt würden Arbeitsgruppen beider AOK eine vorläufige Bestandsaufnahme erarbeiten. Einen Terminplan für die weiteren Verhandlungen gäbe es noch nicht, Entscheidungen würden aber sicher zeitnah fallen, so Juhls.

Bereits eine Fusion vollzogen hat der Landesverband der Betriebskrankenkassen. Zum 1. Juli vereinigten sich der BKK-Landesverband Nord, zu dem Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein gehören, und der Landesverband Nordrhein-Westfalen zum BKK-Landesverband Nordwest.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen