Ansturm auf Kaninchenwerder - Familienfest lockte am Sonnabend mehr als 2000 Gäste

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13. Juli 2008, 08:07 Uhr

Kaninchenwerder - Es war fast wie in alten Zeiten: Am Anleger in Zippendorf standen die Ausflügler am Sonnabend Schlange, um einen Platz im kostenlosen Shuttle-Verkehr der Weißen Flotte zu bekommen. Beinahe schien es, als wollten die Schweriner die Insel Kaninchenwerder nach einem jahrelangen Dornröschenschlaf wieder in Besitz nehmen.

„Mit einem so großem Ansturm haben auch wir nicht gerechnet“, bilanzierte Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Josef Wolf. „Um so mehr freuen wir uns über die Resonanz, die unser Familienfest gefunden hat.“

Tatsächlich wurde den mehr als 2000 Gästen neben der kostenlosen Überfahrt auch noch ein abwechslungsreiches Programm geboten. Buga-Stand, handgemachte Musik, Clownerie, Zaubershow, Hüpfparcours und Schminkecke sorgten dafür, dass große und kleine Besucher auf ihre Kosten kamen. Natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt, ob mit Kaffee und Kuchen, Gegrilltem oder Eis.

„Ich bin begeistert“, sagte die Schwerinerin Sabine Schulze, stellvertretend für viele Gäste, die sich auch von manchem Regenschauer und langen Wartezeiten bei der Abfahrt am Nachmittag die gute Laune nicht verderben ließen. „Das Inselfest ist einfach eine tolle Sache für Familien mit Kindern“, erklärte die Mutter, während sich Tochter Josephine (8) und Sohn Jason-Leon (2) eine Bratwurst schmecken ließen.

„Das Familienfest ist eine gute Idee“, befand auch Schwerins amtierender Oberbürgermeister, Dr. Wolfram Friedersdorff. Er nutzte die Reise nach Kaninchenwerder, um sich über die Pläne zur Sanierung der ehemaligen Gaststätte auf der Insel zu informieren. „Kaninchenwerder bietet ideale Bedingungen, um Tourismus und Naturschutz miteinander zu verbinden“, so Friedersdorff. Das Konzept, das die Träger des Sanierungsprojektes vorlegt hätten, sei überzeugend.

Apropos Naturschutz: Wer sich am Sonnabend die Schönheiten Kaninchenwerders genauer ansehen wollte, der konnte an geführten Wanderungen über den Naturerlebnispfad teilnehmen oder sich auf eigene Faust aufmachen. Immer lohnenswert: ein Blick vom Aussichtsturm.

Kein Wunder also bei so viel Erfolg, dass es bereits Überlegungen gibt, das Familienfest auf Kaninchenwerder zu einer Tradition werden zu lassen.

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