Angelkutter vor Rügen nach Wassereinbruch in Seenot

Der Seenotretter 'Wilhelm Kaisen'. Foto: Archiv
Der Seenotretter "Wilhelm Kaisen". Foto: Archiv

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21. September 2008, 05:48 Uhr

Sassnitz - Nach der Kollision mit einem Unterwasserhindernis ist am Sonntag vor Rügen ein vollbesetzter Angelkutter in Seenot geraten. Das unbekannte Objekt habe solch ein großes Leck in den hölzernen Schiffsrumpf gerissen, dass durch die einströmenden Wassermassen die Maschine ausgefallen sei, sagte eine Sprecherin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Der Kapitän habe sofort einen Notruf abgesetzt. Mit Hilfe eigener Lenzpumpen sei es der Besatzung aber gelungen, das Wasser im Schiff nicht weiter steigen zu lassen.

Dem Havaristen, der neben der eigenen Crew 20 Hochseeangler an Bord hatte, seien mehrere Schiffe zur Hilfe gekommen. Der Seenotrettungskreuzer „Wilhelm Kaisen“ habe das Schiff schließlich an die Leine genommen und etwa zehn Seemeilen zurück in den Heimathafen Sassnitz geschleppt. Verletzt wurde niemand.

Welches Unterwasserhindernis das Schiff leckgeschlagen hat, konnte auch die Besatzung nicht sagen. An der Unfallstelle sei kein Wrack in den Karten vermerkt. Bei voller Geschwindigkeit könne aber auch ein unter Wasser treibender Holzstamm schwere Schäden verursachen, sagte die DGzRS-Sprecherin. Für gefährliche Unfälle sei beispielsweise immer wieder über Bord gegangene Fracht von Schiffen verantwortlich.

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