Gelungene Heim-Premiere für den SSC in der Bundesliga : Anfängliche Nervosität verflog schnell

Starker Auftritt: SSC-Neuzugang Krystle Esdelle ließ den Potsdamerinnen - hier Nikol Saidova (Nr. 4) und Simona Usic - kaum eine Chance im Block oder in der Feldabwehr. Dietmar Albrecht
Starker Auftritt: SSC-Neuzugang Krystle Esdelle ließ den Potsdamerinnen - hier Nikol Saidova (Nr. 4) und Simona Usic - kaum eine Chance im Block oder in der Feldabwehr. Dietmar Albrecht

Die neuformierte Mannschaft des neuen Trainers Teun Buijs feierte am Samstagabend vor 1190 Zuschauern in der Arena einen nie gefährdeten 3:1-Erfolg über den SC Potsdam.

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23. Oktober 2011, 10:45 Uhr

Schwerin | Gelungene Heim-Premiere für den Schweriner SC in der Bundesliga: Die neuformierte Mannschaft des neuen Trainers Teun Buijs feierte am Samstagabend vor 1190 Zuschauern in der Arena einen nie gefährdeten 3:1 (20, 17, -20, 13)-Erfolg über den SC Potsdam. Und dabei sah das Spiel des amtierenden deutschen Meisters in großen Teilen der Begegnung schon sehr ordentlich aus. Man muss bedenken, dass diese Formation noch nicht lange zusammen trainiert. Die Neuzugänge wie Mittelblockerin Hanne Haugen Aas, Diagonalspielerin Krystle Esdelle und die Außenangreiferinnen Anne Buijs sowie Hiroko Hakuta zeigten allesamt, dass sie eine große Bereicherung für den Schweriner SC sind.

"Ich war vor dem Spiel sehr aufgeregt. Ich wusste ja nicht, was mich hier in Bezug auf die Zuschauer in der Halle erwartet. Es war klasse und hat Spaß gemacht", meinte Anne Buijs, die zum Ende des ersten Satzes eingewechselt. Aufgrund ihrer Schienbein-OP im Sommer ist sie noch nicht bei 100 Prozent. "Ich bin jetzt ein bisschen müde. Aber mit meiner Form wird es immer besser." Auch die norwegische Mittelblockerin gab zu, "dass ich vor dem Spiel etwas nervös war, aber das hat sich dann nach den ersten Ballwechseln gelegt", so Hanne Haugen Aas. Nur die Diagonalspielerin aus Trinidad und Tobago war ganz relaxt vor dem ersten Aufschlag. "Das ist mein Job, ich spiele schon so lange", so Krystle Esdelle, die lieber überschwänglich loswerden wollte: "Wir haben gewonnen, das ist wichtig. Es war ein gutes Match von uns."

Die Neuen im SSC-Team scheinen sichtlich angekommen zu sein. Sicher glänzte beim Erfolg gegen die Potsdamerinnen noch nicht alles. Besonders im dritten Satz - wie schon beim 3:1 in Köpenick. Da schlichen sich Fehler in der Annahme und damit auch im Angriff ein. "Nach zwei klar gewonnenen Sätzen ließ bei uns die Konzentration nach, und dann kommen die Fehler. Aber trotzdem war der dritte Satz heute schon besser als in Köpenick, wo wir überhaupt nicht zurecht kamen", sagte SSC-Coach Teun Buijs. Der Niederländer stand die meiste Zeit an der Linie oder ging an ihr auf und ab. "Ich rede viel von der Linie mit den Mädels", so der 51-Jährige, der seine Spielerinnen auf Englisch anweist, nur seine Tochter Anne erhält die Tipps auf Niederländisch: "Das versteht der Gegner nicht."

Der SC Potsdam, der als Tabellenführer in Schwerin angereist war, hatte nicht die Spur einer Chance, wenn der SSC ernst gemacht hat. Im Angriff überragten Krystle Esdelle und Mira Topic. Die Kroatien machte 19 Punkte, davon einige sehenswerte Kracher. Da konnten die Potsdamer Block- und Feldabwehr nur staunend hinterher sehen. So wählte der Gästetrainer Alberto Salomoni denn auch die 28-Jährige als beste SSC-Akteurin. Auf der Gegenseite gab Schwerins Trainer die Auszeichnung an Zuspielerin Simona Usic. "Ich freue mich über die Auszeichnung. Aber ich denke, dass ganze Team hat gut gespielt", so Mira Topic. Aber auch im Block packten die SSC-Damen ein ums andere Mal beherzt zu.

Es war ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zusammenfinden. Denn die beiden nächsten Aufgaben werden schwerer als das Auftaktprogramm mit VCO Berlin, Köpenick und Potsdam. Denn schon am Mittwoch müssen die SSC-Damen beim Vizemeister Dresdner SC antreten, bevor am Sonnabend der ambitionierte USC Münster kommt.

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