zur Navigation springen

Gemeinde wechselt durch Fusion zum Amt Parchimer Umland : Amt Eldenburg Lübz verliert Herzberg

vom

Alle anwesenden Bürgermeister der Gemeinden des Amtes Eldenburg Lübz haben auf der Amtsausschusssitzung dem Vertrag zugestimmt, der den Zusammenschluss von Herzberg und Grebbin regelt.

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2011 | 09:52 Uhr

Auch alle anwesenden Bürgermeister der Gemeinden des Amtes Eldenburg Lübz haben auf der jüngsten Amtsausschusssitzung dem Vertrag zugestimmt, der den Zusammenschluss der Gemeinden Herzberg und Grebbin regelt. Damit ist der Weg frei, dass die Fusion zum 1. Januar 2012 offiziell vollzogen werden kann. Der Vertrag wird allerdings bereits in dieser Woche, genau am 7. April um 10 Uhr, in Herzberg unterzeichnet.

Das Amt Eldenburg Lübz verliert damit eine Gemeinde, weil "Obere Warnow" - so der Name der beiden neu verbundenen Kommunen - Teil des Amtes Parchimer Umland sein wird. "Das ist natürlich schade, aber als hoheitliche Entscheidung der Gemeinde zu akzeptieren", so Amtsvorsteher Frank Haupt in Lübz, der darüber hinaus das faire Miteinander beider Seiten von der ersten (8. Juli 2010) bis zur letzten Sitzung (1. Mai 2011) lobt.

Auf einer erneuten Einwohnerversammlung am Freitagabend in Herzberg unterstrichen die Bürgermeister beider Verhandlungspartner - Rosemarie Hallmann und Klaus-Dieter Möller - dass die allseitige Verbesserung der finanziellen Situation oberste Priorität besitze. "Die Lage ist bei beiden etwa gleich. Wir haben zusammen ungefähr eine Million Euro Schulden", so Möller, der auch die schon lange existierende Verbundenheit beider Orte hervorhob. Sie hatte zur Folge, dass bereits in den neunziger Jahren eine Fusion im Gespräch war. "Jetzt werden wir gemeinsam versuchen, einen vernünftigen Haushalt auf die Beine zu stellen. Wir haben uns nicht einmal unsachlich gestritten - das passt! Außerdem möchten wir beide einem eventuell auf uns zukommenden Fusionszwang zuvorkommen. So haben wir beide noch selbstständig über unsere Zukunft abgestimmt."

Antreibend wirkte auch der Fakt, dass Kommunen mit weniger als 500 Einwohnern (Herzberg hat momentan rund 350, Grebbin um 500, lag aber auch schon darunter) ab 2012 deutlich weniger Geld vom Land überwiesen bekommen. Beide wollen die Chance nutzen, bei freiwilliger Fusion Sonderbedarfszuweisungen zu erhalten. Bei einem Termin am 14. April im Innenministerium wollen sie unter anderem über Schuldenerlass, einen Anbau ans Feuerwehrgerätehaus in Grebbin (dem künftigen Stützpunkt der Gemeindewehr), den Ausbau der Straße nach Woeten und die Sanierung des Gehweges an der Bushaltestelle in Herzberg verhandeln. Annemarie Hallmann: "Wir hoffen, dass zumindest einiges davon realisiert wird."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen