Alte Bibliothek ist verkauft

Die alte Stadtbibliothek: Mit dem Verkauf hat sie wieder eine Zukunft. Foto: Barbara Haak
Die alte Stadtbibliothek: Mit dem Verkauf hat sie wieder eine Zukunft. Foto: Barbara Haak

Die alte Bibliothek in der Bahnstraße/Ecke Bäckerstraße ist verkauft. Die Wohnungsgenossenschaft "Elbstrom" hat das mehrstöckige Wohnhaus erworben. 2009 soll der Umbau beginnen.

von
14. November 2008, 07:07 Uhr

Wittenberge | Bis dahin hofft die Wohnungsgenossenschaft, die Planungen und auch die finanziellen Erfordernisse geklärt zu haben, sagt der geschäftsführende Vorstand Karsten Korup.

Mit der Unterschrift unter den notariellen Kaufvertrag am Donnerstag dieser Woche ist der Weg freigemacht für den Umbau des Hauses, wie ihn die Genossenschaft in den letzten Monaten bereitsgeplant hat.

"Wir wollen für die seit vielen Jahren ungenutzte Immobilie jetzt die Planungen vorantreiben und die Finanzierung darstellen. Vorgesehen haben wir, in dem Haus zehn barrierearme Wohnungen zu errichten." Sie sollen sämtlichst über einen Aufzug erreichbar sein und über einen Balkon oder einen Erker verfügen. Eine Wohnung im Erdgeschoss wird so hergerichtet, dass bei Bedarf dort eine Tagesmutti Kinder betreuen kann.

Erstmals in der Geschichte der Wohnungsgenossenschaft beantrage die WGE für eines ihrer Projekte Förderung, sagt Korup mit Verweis drauf, dass die WGE auf die Zuteilung von Fördermitteln aus dem Stadtumbautopf hofft. Das große Eckhaus gegenüber dem Kultur- und Festspielhaus ist kurz nach der Wende leergezogen und dann nicht mehr genutzt worden. Entsprechend hat sich das Äußere von Jahr zu Jahr verschlechtert. Für Wittenberge alles andere als ein Aushängeschild im Zentrum der Stadt.

Wie Korup gestern erläuterte, konnte die Genossenschaft das Haus jetzt (endlich) erwerben, weil "wir gemeinsam mit dem Restitutionsantragsteller eine Lösung gefunden haben". Das bedeutet im Klartext, für das Haus gab es bis vor ganz kurzer Zeit Rückgabeansprüche seitens der Konzentration GmbH Berlin. Für die im Willy-Brandt-Haus ansässige Gesellschaft ist nach ihrer eigenen Internetauskunft "die SPD der größte Auftraggeber", "deren Immobilien und Grundstücke wir treuhänderisch besitzen, verwalten und entwickeln". Auf "Prignitzer"-Nachfrage, weshalb der Rückgabeanspruch erst jetzt zurück genommen wurde, war gestern in Berlin keine Auskunft zu erhalten. Der zuständige Mitarbeiter war im Außendienst.

Der WGE-Chef seinerseits hob hervor, dass Bürgermeister Dr. Oliver Hermann durch sein Vermitteln die Angelegenheit letztlich beschleunigte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen