Alles für die Sicherheit - Polizei will beim Bützower Stadtfest durch Kontrollen Gewalt verhindern

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26. August 2008, 07:49 Uhr

Bützow - Die Polizei hat aus den Vorfällen 2007 gelernt. Mit einem neuen Sicherheitskonzept will sie mögliche Gewalt zum Stadtfest im Keim ersticken.

„Ich höre schon oft: ,Nicht so wie in Bützow’“, sagt der Sprecher der Polizeidirektion, Volker Werner. Vor einem Jahr ließ die Polizei die Randalierer über zwei Stunden gewähren. Das kostete den Revier- und einen Dienstgruppenleiter die Stellung. „So einen Ruf wird man nicht so leicht los“, sagt Werner.

„Es kann nicht sein, dass Einzelpersonen eine ganze Stadt in Verruf bringen“, findet der Polizeisprecher. Mit acht dieser Männer, die bei den Krawallen 2007 dabei waren, hat Bützows Polizeichef Norbert Niessen im Vorfeld des kommenden Stadtfestes gesprochen.

„Die haben versprochen, nichts zu machen. Sie wollen ihr Nest nicht weiter beschmutzen“, sagt Niessen. Ist das glaubwürdig? „Ich glaube an das Gute im Menschen – und wenn, sind wir vorbereitet und können auf jede Art von Störung reagieren“, so Niessen. Bürgermeister Lothar Stroppe sagt: „Sobald die auffällig werden, stehen wir neben ihnen.“

Ein wesentlicher Punkt im Sicherheitskonzept zum Stadtfest: Anders als in den Jahren davor wird diesmal kontrolliert, dass die Besucher keine eigenen Getränke oder Essen auf das Festgelände bringen. „Wir wollen sicherstellen, dass andere Besucher nicht gestört werden“, sagt Stroppe. Der Marktplatz werde teilweise abgesperrt.

Bei der Vorbereitung habe es verstärkte Absprachen zwischen der Stadt, der Polizei und dem Sicherheitsdienst gegeben. Die Gewerbetreibenden wurden auf die Jugendschutzgesetze hingewiesen.

Sowohl Polizei als auch Sicherheitsdienst werden mehr Personal im Einsatz haben. Auch eine Vertragsklausel mit dem Sicherheitsdienst wurde geändert: Die Firma darf beim Stadtfest keine fremden Mitarbeiter als Sub-Unternehmer beschäftigen.

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