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Allen Müttern des Vereins verpflichtet

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erstellt am 07.Mai.2010 | 07:03 Uhr

Rostock | Morgen um 15 Uhr ist es soweit. In den Fußball-Zweit-

liga-Stadien erfolgt der letzte Anpfiff zur Saison 2009/10. Fast alle wichtigen Entscheidungen sind gefallen: Der 1. FC Kaiserslautern und der FC St. Pauli steigen direkt auf, machen im Fernduell lediglich den Meistertitel unter sich aus. Augsburg hat den Aufstiegs-Relega-

tionsplatz sicher, trifft dort auf den

16. der 1. Bundesliga (1. FC Nürnberg, VfL Bochum oder Hannover 96). Im Tabellenkeller verabschieden sich Rot-Weiss Ahlen und die TuS Koblenz aus der Liga. Offen ist nur noch, wer in die Abstiegs-Relegation gegen den Dritten der 3. Liga muss. Die Entscheidung fällt zwischen dem FSV Frankfurt (15./zu Hause gegen TuS Koblenz) und dem FC Hansa (16./bei Fortuna Düsseldorf).

"Gegen Cottbus (0:0 - d. Red.) hat mir in unserem Spiel die letzte Entschlossenheit gefehlt. Das habe ich gegenüber der Mannschaft in der Auswertung auch deutlich gemacht. Positiv war aber, dass wir erneut ohne Gegentreffer geblieben sind. Darauf wird es auch am Sonntag ankommen. Zudem wollen wir, wie in Kaiserslautern (1:0 - d. Red.), unsere Chance nach vorne suchen und ein Tor machen", sagt Rostocks Trainer Marco Kostmann.

Unterstützt von mehreren tausend Anhängern müssen die Ostseestädter beim heimstärksten Team der Liga (zwölf Siege, vier Remis) unbedingt punkten, um sich überhaupt noch die Chance auf eine direkte Rettung zu erhalten. "In erster Linie konzentrieren wir uns nur auf uns, müssen unsere Aufgabe lösen. Aber natürlich werden wir immer mit einem Ohr in Frankfurt sein", so der 44-Jährige. Denn je nach Spielverlauf in der Main-Metropole könnte den Hanseaten vielleicht schon ein Unentschieden reichen. In jedem Fall glauben die Ostdeutschen noch an ein glückliches Saisonende ohne Relegation. "Dadurch, dass wir den Klassenerhalt nicht in der eigenen Hand haben, können wir in Düsseldorf volle Kraft voraus spielen, haben dort ja nichts zu verlieren", erklärt Hansa-Keeper Alexander Walke und eröffnet den Psychokrieg: "Ich glaube nicht, dass der FSV Frankfurt zu Hause gegen Koblenz gewinnt."

Für Coach Kostmann steht in Düsseldorf aber noch mehr als "nur" der Klassenerhalt auf dem Spiel. Schließlich ist morgen auch Muttertag. "Wenn wir es direkt schaffen, kann meine es verkraften, dass ich nicht bei ihr bin. Schließlich sind wir allen Müttern des Vereins verpflichtet", so der gebürtige Ros-

tocker, der überall in der Region eine große Unterstützung verspürt: "Es ist egal, wo man hinkommt. Ob beim

Bäcker, in der Apotheke oder der Tankstelle - praktisch überall wird man aufgemuntert. Jeder glaubt daran, dass wir es direkt schaffen."

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