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Grevesmühlen: Lebens- und Arbeitsperspektiven verbessern : Alleinerziehende mit besseren Chancen

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Alleinerziehende Mütter und Väter sollen in Nordwestmecklenburg die Möglichkeit einer besseren Unterstützung erhalten. Erreicht werden soll diese durch ein gefördertes Projekt.

Alleinerziehende Mütter und Väter sollen in Nordwestmecklenburg die Möglichkeit einer besseren Unterstützung erhalten. Erreicht werden soll diese durch ein von dem Bundesministierum für Abreit und Soziales gefördertes Projekt. Die Auftaktveranstaltung dazu gab es gestern in der Grevesmühlener Malzfabrik.

Deutschlandweit leben derzeit etwa 1,6 Millionen Alleinerziehende. Mehr als 40 Prozent von ihnen beziehen Leistungen aus der Grundsicherung. Im Landkreis Nordwestmecklenburg sind es rund 1100 Alleinerziehende, die Leistungen erhalten. "80 Prozent von ihnen sind Frauen im Alter von 25 bis 50 Jahren", sagte Projektleiterin Gudrun Zubke-Höpel von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH. Sie und weitere Mitstreiter des Projektes "Netzwerk Mütter und Väter" wollen die Arbeits- und Lebensperspektiven Alleinerziehender verbessern. "Denn selbst wenn wir offene Stellen haben, können unsere Alleinerziehenden sie oft nicht antreten", so Zubke-Höpel. Verhinderungsgründe seien u. a. fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder zu lange Fahrtzeiten.

Verglichen mit anderen Landkreisen und Städten sehe die Kinderbetreuungs-Situation zwar vom Grunde her sehr gut aus. "Wir haben dennoch Lücken in der Bedarfsdeckung", sagte Zubke-Höpel. So sei im Krippenbereich der Bedarf zu 45 Prozent gedeckt, im Hortbereich zu 51 Prozent (Stand: Ende 2010).

Mit Hilfe des Projektes sollen auch im Bildungsbereich passgenaue Angebote für Alleinerziehende entwickelt werden. "Wir wollen uns die Situation genau anschauen, was Alleinerziehende benötigen, um einen Schulabschluss nachzuholen oder eine Qualifizierung zu erlangen", so Zubke-Höpel. Sie betonte, dass verstärkt auch Unternehmer in das Boote der Projektpartner geholt werden sollen.

Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse hofft, dass vorhandene Angebote für Alleinerziehende transparenter gestaltet, miteinander verknüpft und Lücken aufgedeckt werden, um diese durch neue Angebote und Dienstleistungen zu schließen.

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erstellt am 17.Jun.2011 | 11:28 Uhr

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