zur Navigation springen

Suchthilfezentrums Ludwigslust : Alkohol bleibt die größte Suchtfalle

vom

Der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland ist weiter rückläufig und hat im Jahr 2010 den niedrigsten Stand seit den 70-er Jahren erreicht. Das ist eine erfreuliche Entwicklung.

svz.de von
erstellt am 10.Mär.2011 | 10:02 Uhr

Der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland ist weiter rückläufig und hat im Jahr 2010 den niedrigsten Stand seit den 70-er Jahren erreicht.Das sind die Ergebnisse einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Das ist eine erfreuliche Entwicklung, und vielleicht zahlen sich dabei auch unsere nunmehr langjährigen Präventionsaktivitäten aus, die wir gerade im Landkreis Ludwigslust seit mehr als zehn Jahren intensiv durchführen", sagte gestern Jutta Scharf, Bereichsleiterin Suchthilfe des Diakoniewerks Kloster Dobbertin im Rahmen der Präsentation des Jahresberichtes 2010 des Suchthilfezentrums Ludwigslust.

Trotz dieser Entwicklung nahm die Arbeit mit Alkoholkranken auch im vergangenen Jahr den größten Raum im Suchthilfezentrum Ludwigslust ein. 266 der insgesamt 332 Klienten wiesen Alkoholprobleme auf. Im Jahr zuvor waren es 328 Klienten, wobei 257 von ihnen alkoholkrank waren. Cannabissucht (21 Menschen) und Pathologische Spielsucht (9) stehen in der Hauptdiagnose-Statistik des Suchthilfezentrums Ludwigslust an den Stellen zwei und drei. Dahinter folgen Essstörungen (5) sowie Opioide , Kokain und Stimulanzien mit jeweils drei Klienten.

Die Anzahl der Einzel- und Gruppenberatungen nahm 2010 stark zu. Gab es 2009 noch 1831 Einzel- und 552 Gruppenberatungen, so waren es ein Jahr später schon 2322 beziehungsweise 674. "Das ist ein Plus von 25,7 Prozent", weiß Jutta Scharf. In das Jahr 2010 seien, so Scharf, 93 Klienten (+ 68) aus dem Vorjahr übernommen worden. 234 Klienten wurden neu aufgenommen, 226 beendeten im Jahr 2010 die Betreuung. 56 Klienten nutzten das Angebot der Beratungsstelle jeweils nur ein Mal.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen