Alex Ladig kam, sah und siegte

Handball-Zweitligist Post Schwerin bleibt eine Heimmacht: drittes Spiel, dritter Sieg in der Saison 2008/09. Gestern Abend wurde der SC Magdeburg II mit 28:24 (13:9) bezwungen. Dabei feierten die 1190 Zuschauer vor allem eines – die Rückkehr des Post-Kapitäns.

von
03. Oktober 2008, 10:00 Uhr

Schwerin - Der Käpt’n – er war so was von heiß. Alexander Ladig feierte nach zehnmonatiger Verletzungspause sein Comeback. Aber nicht irgendwie. Der 34-Jährige meldete sich sogleich in der Start-Sieben zurück. Zudem gab es eine zweite Umbesetzung, für Ingo Heinze (gesundheitlich nicht fit) fing im linken Rückraum Aurel Witt an. Witt und Ladig machten sogleich das Treiben verrückt. Erst netzte Aurel zweimal in den Winkel ein, dann traf der Spielführer höchstselbst zum 3:0 (6.), toll anspielt durch Daniel Pankofer mit einem so genannten „No-look-Pass“.

Besser konnte es nicht beginnen. So blieb’s aber nicht. Nach dem 4:0, erneut durch Witt, wusste der SV Post wieder einmal nichts mit der Überzahl anzufangen. Pankofer verwarf einen Strafwurf. Statt des möglichen 5:1 (11.) verkürzte der Gast auf 2:4 (12.).

Sechs Minuten später kam Farbe ins Spiel. Schwerins Mann im Deckungszentrum, Steffen Wild, sah direkt Rot. Er hatte den Elbestädter Hannes Lindt, der allerdings auch Kopf runter in die Aktion ging, voll mit dem Ellbogen erwischt. Eine harte Bestrafung, aber vertretbar. Konsequenterweise hätte Lindt da bereits selbst nicht mehr auf der Platte stehen dürfen. Der Schlacks hatte Witt Minuten zuvor voll in den Wurfarm gegriffen, wofür es nur zwei Minuten gab (11.). Auch das war rotwürdig! Später sah Lindt dann doch noch die Signalfarbe, als er Pankofer niederrang(52.)

Es entwickelte sich nach den ersten zehn Minuten eine zunehmend hektisch werdende Partie, in der die Schweriner zwar immer wieder vorlegten (8:3/17.), ohne sich richtig abzusetzen (9:7/23.). Dank eines Schlagwurftreffers aus zehn Metern von Lars Klüttermann in den Schlusssekunden der ersten Halbzeit wurden die Seiten mit 13:9 gewechselt.

Der Schweriner Sieg sollte nicht mehr wirklich in Gefahr geraten. Dazu waren die Rothemden zu grün. Zudem hatte der SV Post in Milos Putera ein deutliches Torwartplus. So konnte sich der Gastgeber den Luxus leisten, beide Außen drei Viertel der Partie zu ignorieren und führte dennoch 20:14 (45.).
Den Unterschied zu den Spielen zuvor machte die Präsenz am Kreis aus. Im Gegensatz zu seinem Vertreter Stephan Riediger ist ein Alex Ladig eben von ganz anderem Spielverständnis. Der SV Post hatte lange auf die Rückkehr seines Leitwolfs gewartet. Gestern war es soweit.

Dennoch machte sich Post das Leben selbst schwer. Im Angriff lief nicht mehr viel und SCM II verkürzte auf 21:23 (53.). Eine Auszeit weckte die Schweriner wieder. Und dann war ja auch noch Putera, der dem besten Magdeburger, Nicolay Hauge, beim Stand von 24:21 (57.) einen Konter abkaufte. So blieben die Punkte im Landeshauptstadt-Duell in Mecklenburg.

Schwerin: Putera (16. Paraden), Niepagen (0 P/zu einem 7-m) - Evora, Klüttermann 3, Pankofer 7/2, Heinze, Zufelde 5, Ladig 5/2, Wild, Witt 6/1, Riediger, Rauch (n.e.), Schilk 2/2, J. Prothmann (n.e.).
Magdeburg II: Querstedt (5 P.), Schulz (1. P/17. - 30.) - Böhm, Reichmann 2, Coßbau 1, Hagen, Hauge 7/2, Lindt 2, Munzert 3, Auerbach 8/2, Metzner, Flödl 1.
SR: Hohlwein/Michalzik (Hamburg/Ascheffel). Z.: 1190. 7-m: 7/5:4/4 (Pankofer und Witt scheitern an Quenstedt). Strafminuten: 12:14: (Klüttermann 2x, Ladig, Witt, Riediger, Wild (Rot nach Foul an Lindt/17.), - Lindt 2x plus Rot nach Foul an Pankofer//52, Flödl 3x, Hauge). Beste Spieler: Ladig, Pankofer, Witt, Putera - Hauge, Auerbach. Spielfilm: 4:0 (8.), 4:2 (12.), 8:3 (17.), 9:7 (23.), 13:9 (HZ), 16:10 (36.), 18:14 (42.), 22:19 (52.), 23:21 (53.), 26:22 (59.), 28:24 (EN).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen