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Aleksandersen: "Wenn einer patzt, wollen wir da sein"

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erstellt am 07.Mai.2010 | 06:57 Uhr

Schwerin | Die Volleyballerinnen des Schweriner SC hoffen heute um 18 Uhr auf ein volles Haus, wie zur Eröffnung der neuen Arena, als 1640 Zuschauer für eine ausverkauften Halle sorgten. Schließlich geht es heute gegen den VfB Suhl darum, welche Platzierung der SSC im Fernduell mit Wiesbaden und Vilsbiburg in der Meisterschaft belegt: Erster, Zweiter oder Dritter.

"Ich hoffe, dass viele kommen werden und uns unterstützen. Wenn einer patzt, dann wollen wir da sein", so SSC-Trainer Tore Aleksandersen. Auch wenn die Titelverteidigung aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gelingt, "habe ich nicht das Gefühl, dass wir eingebrochen sind". Man müsse die Umstände mit Trainerwechsel und den Ausfällen bedenken.

Zudem wird es heute auf lange Zeit das letzte Volleyball-Bundesligaspiel sein, denn die neue Saison startet erst am 24. November. Vom 29. Oktober bis 14. November findet die Frauen-WM in Japan statt. Also Gründe genug, um noch einmal den Weg in die Arena am Lam brechtsgrund zu finden.

"Für uns ist klar, dass wir noch einmal ein gutes Spiel abliefern wollen", sagt SSC-Angreiferin Maja Pachale. Inwieweit sie nach überstandener Oberschenkelzerrung mitwirken kann, ist noch ungewiss. "Es geht schon ganz gut. Ich habe in den letzten Tagen wieder etwas im Training gemacht. Ansonsten habe ich erst einmal alles mitgenommen wie Krankengymnastik und so weiter", berichtete die 30-Jährige, die sich wie die gesamte Mannschaft auf das letzte Saison-Heimspiel freut. Angeschlagen ist auch die einzige etatmäßige Außenangreiferin Julia Retzlaff. Die 22-Jährige laboriert seit drei Wochen an Problemen mit der Schulter. So reduziert sich ihr Training auf die Annahme, angreifen kommt nur im Spiel in Frage.

So weiß der Mannschaftskapitän auch, dass es gegen Suhl noch ein hartes Stück Arbeit wird. "Wir sind nicht alle topfit. Die körperlichen Probleme darf man nicht unterschätzen", so Julia. Doch die SSC-Damen werden alle noch einmal auf die Zähne beißen, um einen guten Saisonabschluss hinzulegen.

Und außerdem gibt der Suhler Trainer den Schwerinerinnen noch einen Motivationsschub. Der Belgier Jean-Pierre Staelens, der heute aufgrund eines tragischen Todesfalles in der Familie zur Beerdigung in Kanada weilt und nicht auf der Bank sitzen wird, war beim Spiel seiner Mannschaft gegen die Roten Raben Vilsbiburg eine Wette eingegangen. Staelens hatte den Niederbayern versprochen, Schwerin zu schlagen, wenn die Raben in Schwerin gewinnen. Der Tabellenführer hatte seinen Teil der Vereinbarung leider aus Sicht der Schweriner wahrgemacht. "Na, das werden wir doch mal sehen. Versprechen kann man viel…", gibt sich Maja Pachale kampfeslustig.

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