Ärger bei Kandidatenkür der Linken

Spitzenkandidat: Dietmar Bartsch
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Spitzenkandidat: Dietmar Bartsch

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26. Januar 2009, 07:14 Uhr

Rostock | Ärger bei der Kandidatenkür der Linkspartei für die Bundestagswahl im September: Weil die ehemalige Sozialministerin Marianne Linke bei der Landesausschusssitzung in Rostock nur auf den aussichtslosen siebenten Listenplatz gesetzt wurde, verzichte die jetzige Landtagsabgeordnete gänzlich auf einen Platz auf der Landesliste der Linkspartei.

Marianne Linke tritt als Direktkandidatin erneut im Wahlkreis Stralsund/Nordvorpommern/Rügen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel an. Merkel hat seit 1990 ihren Wahlkreis immer direkt gewonnen.

Frau Linke habe selbst erklärt, dass sie nicht mehr auf der Liste antreten wolle, sagte Landesgeschäftsführer Kai Spieß gestern gegenüber unserer Zeitung. Deshalb habe der Landesausschuss, der aus den Vorschlägen aus den Wahlkreisen über die Reihenfolge abstimmte, die Liste nun nach Platz sechs geschlossen.

Spitzenkandidat wurde der Bundesgeschäftsführer der Linken, der Prerower Dietmar Bartsch. Auf Platz zwei der Liste rangiert die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages, die Wismarerin Martina Bunge. Es folgen die Bundestagsabgeordnete Heidrun Bluhm aus Schwerin, der Landtagsabgeordnete Torsten Koplin, die ehemalige Rostocker Kultursenatorin Ida Schillen und der Landesvorsitzende Peter Ritter. Dieser ist am Samstag in Greifswald als Direktkandidat nominiert worden. Über die Liste soll die Vertreterversammlung am 21. Februar in Göhren-Lebbin entscheiden. Derzeit hat die Linkspartei drei Abgeordnete aus MV im Bundestag.

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