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Reptilienschau in die Ludwigsluster Stadthalle : Ängstliche Nähe

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So manch ein Besucher ging am Wochenende zur Reptilienschau in die Ludwigsluster Stadthalle, um sich einmal richtig zu gruseln. Andere waren gekommen, weil sie Tierliebhaber sind.

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erstellt am 24.Jan.2011 | 12:05 Uhr

So manch ein Besucher ging am Wochenende zur Reptilienschau in die Ludwigsluster Stadthalle, um sich einmal richtig zu gruseln. Andere waren gekommen, weil sie Tierliebhaber sind, weil sich Schlangen so schön weich und warm anfühlen. Die Gründe, weshalb Interessierte gern fast zehn Euro ausgaben, um sich exotische Reptilien anzuschauen, waren vielfältig, so wie auch die knapp 250 mucksmäuschenstillen Exemplare.

So still wie die Leguane, Varane, Geckos, Schildkröten, Spinnen und Schlangen auch waren, so ruhig verhielten sich die Tiere auch in ihren Terrarien . Die Würgeschlangen machten ihren Namen keine Ehre, zum Wohle der Besucher, die von einem hautnahen Kontakt mit den Pythons ein Foto für ein paar Euro mit auf den Heimweg nehmen wollten. Tierpfleger übernahmen stets das Anreichen und Umlegen der wilden Tiere. Immer wieder aus ihren Transport- und Schaukisten mussten die Königs- und die Tigerpython heraus. Nachdem die fast gutmütig anmutenden Würgeschlangen sich ein erstes Mal ruhig an einem Besucher mit reiner Muskelkraft festhielten, wollten immer mehr Schaulustige diesen Nervenkitzel ausprobieren.

Die riesige brasilianische Vogelspinne oder die Rotknievogelspinne konnten weiter nach Heimchen jagen. Wenn der Pfleger sie einmal aus dem Terrarium heraus holte, ertönte ein respektvolles Ah - ohne Hautkontakt, versteht sich.

So hielt es auch die achtjährige Chantal aus Neustadt-Glewe: Überhaupt waren für sie Schlangen und Echsen interessanter als Spinnen. Die zwölfjährige Gianna aus Dadow interessierte sich da doch schon mehr um die Achtfüßler, aber auch die Schildkröten lösten mit ihren Schildern Neigier aus. Mutig ließ sich Manuela Meyer aus Kraak einen Leguan auf die Schulter setzen. Beide beäugten sich in den nächsten Sekunden dann aber skeptisch. Wer da vor wem mehr Respekt gehabt hatte, dass war nicht zu erfahren.

Die Ausstellung wird von einem Familienbetrieb aus Lauenburg betrieben. Es finden durchaus zwei Veranstaltungen parallel statt. Rund 500 Tiere könne man zur Schau stellen. Alle Exoten sind Nachzüchtungen wird versichert.

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