Achtung, Vollsperrung!

Kreuzungsbereich Rövershäger Chaussee/Verbindungsweg/ Petridamm: Hier wird’s vom 22. September bis 5. Oktober für Autofahrer sehr eng. Die roten Flächen kennzeichnen die Vollsperrung. Eine Spur pro Fahrtrichtung (grün) auf der L22 bleibt befahrbar.  Staus sind programmiert. Collage: Georg Scharnweber
Kreuzungsbereich Rövershäger Chaussee/Verbindungsweg/ Petridamm: Hier wird’s vom 22. September bis 5. Oktober für Autofahrer sehr eng. Die roten Flächen kennzeichnen die Vollsperrung. Eine Spur pro Fahrtrichtung (grün) auf der L22 bleibt befahrbar. Staus sind programmiert. Collage: Georg Scharnweber

Der Zeitpunkt ist mit bedacht gewählt: Die Hanse Sail vorbei, die Sommersaison klingt aus und der Weihnachtsmarkt noch in weiter Ferne. Ab September wird Rostocks Hauptverkehrsader, die L22 in Höhe Verbindungsweg, generalüberholt – eine zweiwöchige Vollsperrung inklusive.

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20. August 2008, 07:40 Uhr

Rostock - Die alten Betonplatten in der Rövershäger Chaussee sind für Autofahrer kein Vergnügen. Und der Verbindungsweg, der in Höhe des Petridamms die Straße kreuzt, wird nicht gut angenommen. Das soll sich nun ändern. Für 900 000 Euro wird die Kreuzung fit gemacht. Eine verhältnismäßig kleine Investition in einem übersichtlich Bereich – dafür aber mit spürbaren Folgen. Derzeit arbeiten Stadtwerke und Eurawasser noch an Leitungen im Kreuzungsbereich. Überschaubare Tagesbaustellen.

Spätestens aber am 22. September rückt hier schweres Gerät an. „Es wird gravierende Verkehrsbehinderungen geben“, gibt Tief- und Hafenbauamtsleiter Heiko Tiburtius unumwunden zu. Denn in der ersten Bauphase wird der Bereich voll gesperrt. Im Verbindungsweg geht dann nichts mehr. Auf der L22 bleibt nur noch ein Nadelöhr – jeweils eine Spur in Fahrtrichtung, die nördlich um die Großbaustelle herumführt. Staus sind programmiert. Denn gebaut wird tagsüber. Bauarbeiten in den Nachtstunden seien zu teuer, begründet der Amtsleiter.

Auto stehen lassen – Stau aus dem Weg gehen
Um einen Kollaps auf der wichtigen Ein- und Ausfahrtsschneise für Berufspendler und Lkw-Fahrer zu verhindern, appelliert das Tiefbauamt an die Vernunft der Autofahrer. „Wer nicht unbedingt auf seinen Wagen und diese Strecke angewiesen ist, sollte tunlichst ausweichen“, rät Tiburtius. Auf öffentliche Verkehrsmittel oder andere Strecken. Eine Umleitung wird allerdings nicht ausgeschildert. Als Ausweichtrassen bieten sich die Tessiner Straße und der Warnowtunnel an, vor allem aber die Autobahnen A19 und A20.

Kurz, aber heftig sollen die Verkehrsbehinderungen sein. Tiburtius: „Wir haben die zwei Wochen mit Bedacht gewählt.“ In der Zeit vom 22. September bis 5. Oktober soll in einem Schwung die Voraussetzungen für eine leistungsfähige Hauptstraße geschaffen werden. Die Spuren der L22 werden auf Regelfahrbahnbreite vergrößert, die Betonplatten durch eine neue Asphaltdecke ersetzt. Der Verbindungsweg erhält zwei zusätzliche Linksabbiegespuren. Für Anwohner, Gartenbesitzer und Gewerbetreibende wird es während der Bauzeit immer eine Möglichkeit geben, ihre Grundstücke zu erreichen, versprechen die Behörden.

Viele Firmen aus der Region
In der zweiten Bauphase, die sich direkt anschließt, können Autofahrer aufatmen. Zwar wird der Petridamm gesperrt, auf der L22 kann der Verkehr wieder besser abfließen. Die Arbeiten sollen „im Wesentlichen“ bis zum 19. Oktober abgeschlossen sein. Spätestens zum 14. November – kurz vor Eröffnung des Weihnachtsmarkts – hat nach den Plänen das letzte Baufahrzeug die Kreuzung verlassen.

Über den Auftrag für die Bauarbeiten darf sich eine Arbeitsgemeinschaft von Bauunternehmen aus der Region freuen. Die hätten sich gegen acht Mitbewerber durchgesetzt, berichtet Reinhard Wolfgramm, Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung. Die RGS hat neben der Ausschreibung vor allem Fördergelder eingeworben. Immerhin 700 000 Euro. Aus eigener Tasche muss die Stadt deshalb nur 200 000 Euro beisteuern.

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