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Wittenburg/Schwerin: Kooperationsgemeinschaft gegründet : Abwasserverbände auf Tuchfühlung

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Bei Wasser und Abwasser herrscht noch weitgehend Kleinstaaterei bei den Verbänden, entsprechend unterschiedlich sind auch Ausbaustand und die Gebühren. Das könnte sich ändern.

svz.de von
erstellt am 27.Jul.2011 | 11:04 Uhr

Bei Wasser und Abwasser herrscht bisher noch weitgehend Kleinstaaterei bei den Verbänden, entsprechend unterschiedlich sind auch Ausbaustand und die Gebühren. Das könnte sich langfristig ändern, zumindest sind derzeit einige Verbände im Land auf gutem Wege, die Gründung der Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser Mecklenburg-Vorpommern (KOWA M-V) zu vollziehen. Angesichts der Wichtigkeit der Aufgaben und der Wirrungen der Vergangenheit eine überfällige Aufgaben.

Die Gründungsmitglieder sind die Verbände Sude-Schaale, Parchim/Lübz, Grevesmühlen, Kühlung Bad Doberan, Schweriner Umland und Grimmen. Gut 300 000 Einwohner werden in diesen Gebieten mit über 8000 km Netzen und rund einer Milliarde Euro Anlagevermögen stabil und qualitätsgerecht ver- und umweltschonend vom Abwasser entsorgt.

Die neue Gemeinschaft soll vor allem der Stärkung der öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaft dienen, die Vorteile kommunaler Trägerschaft in Solidargemeinschaften ohne Gewinnerzielungsabsicht erklären.

Die Zusammenarbeit bezieht sich auch auf Erfahrungsaustausche technischer, kaufmännischer und rechtlicher Art und die Aktivierung der Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildung u.e.m., insbesondere die Transparenz aus Benchmarking- und Kennzahlenvergleichen.

Bei den Gründungsmitgliedern soll es nicht bleiben, derzeit prüfen fünf weitere Verbände ihre Mitgliedschaft in der KOWA M-V.

Den Bürgern ist ein Zusammenschluss und eine Nutzung der Erfahrung der erfolgreichen Verbände nur zu wünschen. Denn noch immer gibt es auch im Landkreis Ludwigslust erhebliche Unterschiede beim Anschlussgrad, aber auch bei den Anschlussgebühren und den laufenden Kosten. Die Sude-Schaale-Verbände hatten in letzter Zeit durch erhebliche Fortschritte auf sich gemacht und gleich mehrfach Gebühren gesenkt. Die nächste Senkung steht nach SVZ-Informationen zum Jahresende an. Parallel konnte jahrelange Streitigkeiten mit der Gemeinde Wittendörp, die eigene Wege gehen wollte, beigelegt werden. Nunmehr werden die letzten Entsorgungsprobleme, z. B. in Waschow gelöst. Im Kontrast dazu steht der Verband Zkwal, der in den vergangenen Monaten z. B. mit Teilen Wöbbellins und auch mit Blievenstorf im Streit um die richtige Entsorgungslösung lag. Auch der Kampf mit Karstädt, das austreten wollte, ist schlagzeilenträchtig gewesen. Doch auch beim Zkwal gibt es inzwischen Bewegung. Dennoch bleiben erhebliche Unterschiede im Land, zum Ärger der Bürger.

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