Für Schweriner geht Segler-Traum zu Ende : Abenteurer kommt nach Hause

<strong>Traum erfüllt: André Kurreck und Tim Wolf</strong> segelten über den Atlantik in die Karibik. Wolf flog im Februar zurück nach Deutschland, Kurreck packt jetzt seine Koffer.<foto>privat</foto>
Traum erfüllt: André Kurreck und Tim Wolf segelten über den Atlantik in die Karibik. Wolf flog im Februar zurück nach Deutschland, Kurreck packt jetzt seine Koffer.privat

Sonnabend steigt der Schweriner Segler André Kurreck in St. Maarten in den Flieger. Hinter ihm liegen drei Monate See-Abenteuer über den Atlantik und durch die Karibik. Nebenbei machte er weltweit Werbung für Schwerin.

svz.de von
21. März 2013, 10:29 Uhr

Nach mehr als drei Monaten mit einer "Nussschale" auf hoher See kehrt der Schweriner Abenteurer André Kurreck am Wochenende endlich in die Heimat zurück. Sein Flug geht am 23. März von St. Maarten (ehemals Niederländische Antillen), am Sonntag ist er dann wieder zu Hause - bei seiner Frau und den drei Töchtern. Sein tapferes Boot, die "Tequila Sunrise", bleibt allerdings in der Karibik. Denn: "Der Hunger ist noch nicht gestillt", schreibt André Kurreck. Auf der so genannten Kolumbusroute war der Enddreißiger gemeinsam mit seinem Schulfreund Tim Wolf von Schwerin nach Protugal gefahren, von dort auszuerst auf die Kanarischen Inseln, dann nach Barbados gesegelt, feierte Weihnachten und Neujahr auf dem Atlantik, hat meterhohen Wellen und der Seekrankheit getrotzt und allen Zweiflern bewiesen, dass es funktioniert: Mit einem 7,31 Meter kurzen Kleinkreuzer, ein paar Litern Trinkwasser an Bord, Konserven, guter technischer Ausstattung und einem guten Freund kann man die Traumstrecke unter den Passatwinden schaffen. Auf ihrer Internet-Seite "lebemeer.de" konnten alte und neue Freunde die Tour fast live verfolgen, lustige Einträge lesen, neidvoll die strahlend blauen Sonnenbilder bestaunen und Kurrecks neue Freunde - größtenteils Weltenbummler wie er - vom heimischen Sofa aus kennen lernen. Sie sahen traumhafte karibische Buchten, sie erfuhren, wie Kurreck Kitesurfen lernte oder Thunfisch fing. Oder wie die Schweriner in Seglerkreisen willkommen geheißen wurden: "Auf Grund unserer Bootsgröße haben wir einen Haufen Bewunderer hier unten. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Leute uns und unsere Geschichte kennen: ,Seid ihr nicht die Jungs aus Schwerin? Respekt.’ Mein neuer Name von den englisch sprechenden Yachtis ist Braveheart", schreibt André Kurreck. Nicht nur SVZ und NDR berichteten über das Segelabenteuer, sondern auch das Magazin "Yacht" hatte Kurreck und Wolf im Visier. In der aktuellen März-Ausgabe haben es die Schweriner sogar auf die Titelseite geschafft, berichtet Kurreck stolz, der damit genau die Schwerin-Werbung erreicht hat, von der er schon bei der Präsentation seiner Reise im vergangenen Sommer gesprochen hat.

Zu Hause wird er jetzt ausgiebig seine vier Mädels genießen - nur für acht Tage konnten sie ihn in der Karibik besuchen. "Es war ein unglaubliches Abenteuer mit Tim da draußen auf dem Atlantik. Aber als Familienvater wird einem auch ganz schnell klar, dass kein Freund die Familie ersetzen kann", schreibt er. Seine schwierigsten Erfahrungen: "Mit dem wenigen Platz zurecht zu kommen, ging mir nach 20 Tagen schon auf den Keks. Und das Kochen auf der Einzelflamme." Vermisst hat er neben seiner Familie übrigens Süßigkeiten und Knabberzeug. Vier Tafeln Schokolade waren nach vier Segeltagen aufgefuttert. Die Lektüre hat da besser gehalten: Anderthalb Bücher und ein paar Kapitel Reiseführer lautet Kurrecks Lese-Bilanz. Eigenes Erleben ist wohl doch verlockender.

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