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Ueckermünder Feuerwehrfahrzeug abgesoffen : Ab ins Wasser, marsch!

vom

Der Untergang der Feuerwehr: Die alte LF8 der Ueckermünder Feuerwehr hat am vergangenen Sonnabend ein unfreiwilliges Bad genommen. Das Löschgruppenfahrzeug war über die Slipanlage rückwärts ins Wasser gerollt.

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erstellt am 24.Aug.2012 | 07:37 Uhr

Ueckermünde | Das hat das alte LF8 nicht verdient. Und auch nicht die Ueckermünder Feuerwehr. Wehrführer Roland Till kann es immer noch nicht fassen. Am Rande des Hafenfestes am vergangenen Sonnabend hat eines seiner Autos ein unfreiwilliges Bad genommen. Das Löschgruppenfahrzeug war über die Slipanlage der Lagunenstadt, einer Ferienanlage mit Yachthafen bei Ueckermünde, rückwärts ins Wasser gerollt, nachdem drei Kameraden das Schlauchboot der Feuerwehr zu Wasser gelassen hatten.

Mit diesem Boot sollte das Hafenfest und das Badewannenrennen abgesichert werden. Den Hilferuf seiner Kameraden erhielt Till, als der Umzug der Vereine durch die Innenstadt gerade zu Ende ging. Er eilte er in die Lagunenstadt und sah mit Entsetzen: Bis zum Dach dümpelte das Feuerwehrauto im Wasser. "Wir haben den Rüstwagen angefordert, um das Auto aus dem Wasser zu holen." Als wäre diese Situation nicht schon schlimm genug, mussten die Kameraden auch noch den Spott vieler Zuschauer schlucken. Absaufen ist nicht lustig, sagt Roland Till. Zumal sich noch ein Kamerad verletzt hat, als er versuchte, das rollende Fahrzeug aufzuhalten. "Mir war nicht zum Lachen zumute."

Inzwischen steht das Unglücksauto in der Technikhalle der Feuwehr. Ein Gutachter wird es untersuchen. Till ist sich sicher: Nicht seine Kameraden, sondern die Technik hat versagt. "Die Handbremse war angezogen", versichert er. Er sei der erste gewesen, der die Fahrerkabine nach der Tauchfahrt gesehen habe. Vor gerade mal drei Wochen war die Hinterachse gewechselt worden.

Das Löschgruppenfahrzeug Marke LO Robur, Baujahr 1987, ist das älteste im Technikpark der Wehr. Aber für die Einsätze ist es unverzichtbar, vor allem wegen seiner Geländegängigkeit. Darum wurde es vor etwa zehn Jahren nochmal technisch aufgebaut, erhielt einen Dieselmotor und eine neue Bremsanlage. Einigen Kameraden ist das alte LF8 besonders ans Herz gewachsen. Auch, weil das Fahrzeug nicht nur Löscheinsätze, sondern sogar selbst einen Brand in einer Anklamer Werkstatt "überlebte". Es stand dort zur Durchsicht. Roland Till hofft, dass das Fahrzeug wieder flott gemacht werden kann.

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