80000 Euro Schaden nach Brand

<strong>Wolfgang Bill </strong>(rechts) und Bernd Schröder besprechen die nächsten Schritte.
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Wolfgang Bill (rechts) und Bernd Schröder besprechen die nächsten Schritte.

svz.de von
18. Juli 2010, 05:39 Uhr

Suckow | Ein Großbrand hat am Wochenende in Suckow eine alte, leerstehende Gaststätte vernichtet. Der Schaden wird auf mindestens 80 000 Euro geschätzt, Personen wurden nicht verletzt. Es ist Sonnabend früh, wenige Minuten vor vier Uhr. Manuela Moritz aus der Dorstraße in Suckow kann schlecht schlafen. Da sieht sie einen Feuerschein und holt sogleich ihren Mann Siegfried. Der ist bei der Freiwilligen Feuerwehr in Marnitz und alarmiert sofort die Leitstelle. Die Sirenen in Marnitz und Suckow sowie in Tessenow rufen zum Einsatz. Suckows Wehrführer und Einsatzleiter Wolfgang Bill entscheidet wenige Minuten später, dass die Kräfte nicht ausreichen und fordert Hilfe aus Parchim, insbesondere die Drehleiter, an. "Das Gebäude steht voll in Flammen, vor allem der Dachstuhl. Da benötigen wir Unterstützung", so der knappe Kommentar des Einsatzleiters.

Gemeinsam werden die Flammen bekämpft und das unter Atemschutz. "Die Rauchentwicklung ist so stark, anders konnten wir gar nicht agieren", sagte Parchims Wehrführer Bernd Schröder. Eine dreiviertel Stunde später, es ist 4.45 Uhr, kann gemeldet werden, dass das Feuer unter Kontrolle ist. Nun gehen die ersten Angriffstrupps mit der Wärmebildkamera in das Gebäude. "Es ist nicht auszuschließen, dass vielleicht Personen in dem Gebäude sein könnten", sagte Parchims stellvertretende Wehrführer Wallfried Stapelfeldt. Doch zum Glück bewahrheitete sich der Verdacht nicht.

Dafür entdecken die Kameraden im oberen Stockwerk zwei 20-Liter Benzinkanister, die offen sind. "Das erhärtet den Verdacht der Brandstiftung", heißt es vor Ort. Ein Nachbar, der das leerstehende Haus am Tag zuvor noch betreten hatte, erzählt, dass er da bereits Kokelversuche entdeckte. "Es waren Rauchspuren auf den Fliesen zu sehen", sagte er, der dort ab und zu nach dem Rechten sieht und ungenannt bleiben möchte. Die Kriminalpolizei ermittelt auch in diese Richtung. Um 5.15 Uhr wird der Leitstelle gemeldet, dass das Feuer aus ist. Nun übernehmen die Suckower Kameraden die Brandwache, während die anderen mit dem Rückbau beginnen. Bevor die Kameraden in ihre Stützpunktorte zurückfahren, werden sie Dank der tatkräftigen Organisation der Suckower Wehr und der Gemeinde von Wirtsleuten des "Dörpkraug" verpflegt.

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