Teilnehmerrekord beim Lichterfest auf der Warnow : 32 Boote schwammen um den Sieg

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Ayna Sjoena Naujack geht gleich mit zwei Booten ins Rennen. Die Zehnjährige hält ein Regenbogenschiff und ein Mecklenburger Schiff in den Händen. "Ich habe schon mehrmals teilgenommen.", so Ayna.

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17. Oktober 2011, 10:17 Uhr

Ayna Sjoena Naujack geht gleich mit zwei Booten ins Rennen. Die Zehnjährige hält ein Regenbogenschiff und ein Mecklenburger Schiff in den Händen. "Ich habe schon mehrmals teilgenommen. Im vergangenen Jahr ist mein Boot auf den zweiten Platz gefahren", freut sich Ayna Sjoena. Diesmal soll es noch besser werden. Die Idee für das Regenbogenschiff hatte Mama, für das andere Papa, erzählt sie. Aileen Wolter wohnt in der Nähe von Mölln und ist Ferienkind bei der Oma. Für die Neunjährige steht außer Frage, sich beim Bootsrennen zu beteiligen. "Meine Oma hat mir geholfen. Mein Boot ist aus Styropor, einer Mülltüte, Folie und einem Dachziegel", zählt sie auf. Bei Meldeschluss am Sonnabend um 18 Uhr sind schließlich 32 Boote für das Rennen auf der Warnow registriert. "Teilnahmerekord!", freut sich Mathias Hirsch, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wendorf.

Die Wehr und die Gemeinde Kuhlen-Wendorf hatten am Sonnabend erneut zum Lichterfest mit großem Lagerfeuer am Göwekopf zwischen Zaschendorf und Müsselmow eingeladen. Auftakt auch in diesem Jahr war das Renner der selbst gebastelten Lichterboote auf der Warnow. "Nach der Fusion der Gemeinden Kuhlen und Wendorf ist die Idee für unser Lichterfest entstanden. Wir wollten etwas für alle an einem Ort machen, der zentral liegt", erinnert Hirsch. Auf die rund 600 Meter lange Strecke dürfen alle Boote gehen, "die schwimmen und leuchten". "Als Ziel haben wir wieder eine Ölsperre gelegt. Bis dahin benötigen die Lichterboote je nach Strömung und Wind bis zu einer halben Stunde", weiß der Wehrführer aus den Vorjahren. "Aber, die Bedingungen sind besser als im vergangenen Jahr. Da sind viele Schiffe stehen geblieben. Dieses Mal ist die Warnow entkrautet und die Strömung besser. Prima ist auch, dass die Agrargenossenschaft alles gemäht hat", sagt Hirsch. Denn jeder der vielen Besucher des Lichterfestes wollte natürlich vom Ufer der Warnow aus beobachten, welches Boot das Rennen macht.

Und das brauchte am Sonnabend gerade mal 12,48 Minuten bis zum Zieleinlauf. Die guten äußeren Bedingungen haben sicherlich dazu beigetragen, doch auch die Teilnehmer optimieren von Jahr zu Jahr ihre Boote. Wie Nicole (28) und Enrico (32) Bunde, die mit Töchterchen Alina (3) gekommen waren. Immer ein paar Stunden abends habe er an dem Holz-Boot "Alina 2", gewerkelt, sagt Enrico Bunde. Im vergangenen Jahr hatte die Familie erstmals ein Boot ins Rennen geschickt, "das war nach zehn Minuten fertig und aus Styropor", so der 32-Jährige. "Unser Boot ist jedes Jahr dabei. Wir haben es nur wieder ein bisschen schneller gemacht", sagt Bürgermeister Ralf Toparkus und verweist dabei auf die Kooperation mit Sohn Jonas. "Dieses Mal ist kein Wasser mehr ins Boot gelaufen, weil wir es höher gestellt haben, mit Styropor", verrät der 11-Jährige. So viel Glück hatten nicht alle Teilnehmer - einige Boote sind untergegangen. "Alles in allem war es eine gelungene Sache", wertet Mathias Hirsch nach dem Rennen und verspricht für 2012: "Dass wir das Einsetzen der Boote in einer Linie besser hinkriegen" und natürlich eine Neuauflage "voraussichtlich auch wieder Mitte Oktober". (Lesen Sie auch nebenstehend: "Lucas macht mit kleinem Holzboot das Rennen".)

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