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Im Landtag Schwerin übernehmen Bauplaner die Macht : 30 Architekten planen neuen Plenarsaal

vom

30 Architekturbüros aus ganz Deutschland haben sich an einer europaweiten Ausschreibung zum Umbau des Festsaals zu einem Plenarsaal beteiligt, die vor wenigen Tagen endete.

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2011 | 10:51 Uhr

Anfang Februar sollen zusätzlich die Modelle eingereicht werden. Am 24 und 25. Februar wird ein mit renommierten Architekten besetztes Preisgericht über die Vorschläge entscheiden. Drei Preise sind ausgelobt - 25 000, 20 000 und 16 000 Euro. Ab 1. März sollen die Modelle im Schweriner Schloss gezeigt werden.

Ziel: Einen "zeitgemäßen Parlamentssaal" wünsche man sich, heißt es in der Ausschreibung - einen Plenarsaal, der offene Kommunikationsstrukturen bietet und Beobachtern "Bürgernähe und Transparenz gegenüber demokratischen Debatten und Entscheidungsprozessen vermittelt". Schon seit gut einem Jahrzehnt steht der jetzige Plenarsaal in der Kritik. Die Zuschauer können auf der Gästetribüne die Landtagssitzungen schwer verfolgen, Journalisten haben schlechte Arbeitsbedingungen, die Parlamentarier sitzen im Schlauch von einem Saal in Zweierreihen wie in der Schule, so der Kern. Immer wieder war der Umbau in Erwägung gezogen worden. Aber der Landtag scheute die Kosten. Schätzungen: zwischen fünf und acht Millionen Euro. Mit dem Wettbewerb könnte bereits eine Vorentscheidung gefallen sein. Noch heißt es zwar sowohl in der Landtagsverwaltung als auch in den Fraktionen, beschlossen sei nichts. Ob und wann ein neuer Plenarsaal gebaut wird, entscheide der nächste Landtag. Es mehren sich aber die Stimmen, die für einen Umzug in den Festsaal plädieren. Die Architekten sollten neben dem Festsaal auch ein neues Besucher- und Pressezentrum konzipieren. Und: einen neuen Tagungsbereich im heutigen Plenarsaal. Es gebe ein "riesiges Interesse" für nationale und internationale Tagungen im Schweriner Schloss.

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