2:1-Sieg in Karlsruhe: Fin Bartels schießt Rostock aus der Krise

von
12. April 2008, 10:23 Uhr

Karlsruhe - Fin Bartels hat mit zwei Volltreffern Hansa Rostocks Krise beendet und die Mannschaft von der Ostsee aus der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga geschossen. Wenige Tage nach der Jobgarantie für Trainer Frank Pagelsdorf gewann dessen Team am Samstag das Duell der Aufsteiger beim Karlsruher SC 2:1 (1:0). Damit feierten die Gäste den ersten Sieg seit dem 16. Februar (1:0 gegen Eintracht Frankfurt). Vor 27 714 Zuschauern traf der 21-jährige Bartels in der 30. und 84. Minute. Sebastian Freis hatte mit seinem sechsten Saisontor das zwischenzeitliche 1:1 des KSC erzielt (70.).

„Das war ein ganz wichtiger Schritt, jetzt sind wir wieder voll im Rennen“, sagte Hansa-Stürmer Sebastian Hähnge. „Das ist das Hansa Rostock, das wir sehen wollen.“ Der Karlsruher Kapitän Mario Eggimann erklärte: „Es ist nicht gut, wenn man eine Niederlage so wie diese und letzte Woche einsteckt. Jetzt können wir zeigen, dass wir wirklich eine Mannschaft sind.“ Am vergangenen Spieltag hatte der KSC mit dem 0:1 in Bielefeld ebenfalls gegen einen Abstiegskandidaten verloren. Die Badener warten nun seit sechs Spielen auf einen Sieg und stecken nach ihrer furiosen Hinrunde jetzt richtig in der Krise.

Den Rostockern war die Verunsicherung nach zuletzt nur sechs Toren in den zehn Begegnungen dieses Jahres deutlich anzumerken. In der ersten halben Stunde spielte nur der KSC, der auf die verletzten Maik Franz und Michael Mutzel verzichten musste. Dabei standen sich die Badener mitunter selbst im Weg: Tamas Hajnal und Sebastian Freis fiel in der zweiten Minute nur wenige Meter vor dem Hansa-Tor der Ball vor die Füße, doch die beiden behinderten sich gegenseitig.

„Präsenz und Leidenschaft“ hatte Coach Edmund Becker von seiner Mannschaft gefordert. Engagiert gingen die Badener zu Werke, doch spielerisch fehlten ihnen oft die Mittel, da Regisseur Hajnal erneut hinter seiner Topform zurückblieb. So liefen nahezu alle Angriffe der ersten Hälfte über Christian Eichner auf der linken Außenbahn. Der Abwehrspieler traf in der 11. Minute mit einem Schuss gar die Latte, hatte aber ansonsten Mühe, für seine Flanken Abnehmer zu finden.

Bei Rostock baute Pagelsdorf im Angriff auf Hähnge für den gesperrten Amir Shapourzadeh, während Enrico Kern sich immer wieder geschickt zurückfallen ließ. Nach einer Kopfballvorlage des Kapitäns eilte Bartels seinem Bewacher Eggimann davon und schob das Leder an Keeper Markus Miller vorbei zum 1:0 ein. Mit dem wieselflinken Bartels hatte der Schweizer Nationalspieler Eggimann einige Probleme.

Nach dem Wechsel überboten sich die Karlsruher weiter an Harmlosigkeit, während Miller immer mehr zu tun bekam: Der eingewechselte Djordjije Cetkovic (60.) scheiterte bei der besten Chance alleine vor dem KSC-Schlussmann. Nach dem Ausgleich durch Freis hätte Edmond Kapllani sogar die Führung erzielen können, doch dem in dieser Saison noch torlosen Albaner blieb das Pech treu. Mit einem erneuten Kontertor sorgte Bartels dann für die Entscheidung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen