17-Jährige Fahranfängerin stirbt bei Autounfall

In diesem Auto verunglückte gestern die 17-jährige Fahranfängerin tödlich. Foto: Christian Kleiber
In diesem Auto verunglückte gestern die 17-jährige Fahranfängerin tödlich. Foto: Christian Kleiber

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02. Juli 2008, 02:00 Uhr

Wittenburg/Vellahn - Eineinhalb Jahre nach Einführung des „Führerscheins mit 17“ in Mecklenburg-Vorpommern ist erstmals eine 17-jährige Autofahrerin bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Fahranfängerin ist gestern Vormittag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 05 zwischen Albertinenhof und Vellahn im Kreis Ludwigslust verunglückt.

Das Unfallopfer besaß eine Fahrerlaubnis für das so genannte „Begleitende Fahren ab 17“, verbunden mit einer Sondergenehmigung, die ihr unter bestimmten Voraussetzungen das selbständige Fahren erlaubte. Auch die Unfallstrecke war nach Polizeiangaben von jener Genehmigung der Führerscheinstelle in Ludwigslust abgedeckt.
Es war gegen 7.22 Uhr, als sich der tragische Unfall auf der Landesstraße ereignete. Nach ersten Ermittlungen der Polizei ist die junge Frau mit ihrem VW Polo aus noch unbekannter Ursache zunächst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen.

Offenbar durch Gegenlenken versuchte die 17-Jährige wieder auf die Fahrbahn zu gelangen. Dabei hat die Fahranfängerin, die aus Goldenbow stammt, vermutlich das Fahrzeug übersteuert und prallte auf der linken Straßenseite gegen einen Baum.

„Das Opfer wurde im Fahrzeug eingeklemmt und konnte trotz eingeleiteter, lebensrettender Maßnahmen durch den Notarzt nur noch tot geborgen werden“, heißt es im Polizeibericht.

Die Freiwillige Feuerwehr Vellahn war mit zwölf Kräften, das Polizeirevier Boizenburg mit vier Beamten im Einsatz. Zudem wurde ein Notfallseelsorger angefordert.

Die Polizei ermittelt jetzt zur Unfallursache und hat einen Gutachter hinzugezogen. Im Zuge der Unfallaufnahme wurde die Landesstraße 05 für dreieinhalb Stunden voll gesperrt. Am Pkw entstand Totalschaden.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow hatte nach dem Unfall den „Führerschein mit 17“, der vor eineinhalb Jahren in Mecklenburg- Vorpommern eingeführt worden war, verteidigt. Das begleitete Fahren trage gerade im ersten Jahr des Führerscheinbesitzes dazu bei, Verkehrssituationen besser einzuschätzen und ein rücksichtsvolles Verhalten im Verkehr zu lernen, hatte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion mitgeteilt.

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