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Brückenbau in Schwerin sorgt für Staus : 120 Tonnen Stahl geben Stabilität

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Eigentlich sollte der erste Stahlträger gestern Morgen schon um 9 Uhr auf die Stützpfeiler gelegt werden. Aber der starke Wind machte den Brückenbauern in der Crivitzer Chaussee zunächst einen Strich durch die Rechnung.

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2011 | 09:49 Uhr

Grosser Dreesch | Eigentlich sollte der erste Stahlträger gestern Morgen schon um 9 Uhr auf die Stützpfeiler gelegt werden. Aber der starke Wind machte den Brückenbauern in der Crivitzer Chaussee zunächst einen Strich durch die Rechnung. "Um die Kran-Arbeiten zu erleichtern, haben wir uns dann entschlossen, einen Teil der Hilfskonstruktion für die neue Straßenbahnbrücke vorübergehend abzubauen", sagte der technische Abteilungsleiter des Schweriner Nahverkehrs, Lothar Matzkeit.

Planmäßig gingen die Arbeiten anschließend voran. Bis zum Mittag hievte der 500-Tonnen-Kran die beiden rund 60 Tonnen schweren und 45 Meter langen Stahlträger aus Niesky in Sachsen an ihren Platz. "Die Träger bilden die Grundlage für die künftige Brücke", erklärte Matzkeit. In den nächsten Arbeitss chritten würden die beiden Stahlträger mit den Brückenpfeilern links und rechts der Fahrbahn verbunden und weitere Beton fertigteile auf gelegt. Auf diese Weise entstehe eine Wanne, in der auf einer Gummiunter lage und einer Schotterschicht die Gleise verlaufen werden. "Durch das Gummi werden die Straßenbahnen deutlich leiser über die Brücke fahren als bisher", so der Technik-Chef.

Voraussichtlich noch bis September werden die Arbeiten in der Crivitzer Chaussee dauern. Solange können Kraftfahrer den Baustellen-Bereich nur mit Tempo 30 befahren. Um weitere Beton fertigteile für die Brücke abzuladen, werde es auch künftig kurzfristige Sperrungen geben", kündigte Matzkeit an.

Die gestrige Vollsperrung der Crivitzer Chaussee zwischen der Einmündung zur Ludwigsluster Chaussee und Zoo-Kreuzung sorgte für teilweise erhebliche Behinderungen. So staute sich der Verkehr etwa am Morgen stadteinwärts auf der Umleitungsstrecke über den Großen Dreesch bis weit hinunter zum Grünen Tal. Die gute Nachricht: Deutlich früher als ursprünglich geplant konnte die Vollsperrung nach Abbau des Krans gegen 17.30 Uhr wieder aufgehoben werden.

Insgesamt 4,3 Millionen Euro kostet das Brückenprojekt für die Straßenbahnlinien 1, 2 und 4, inklusive Behelfsbrücke und Abriss des Vorgängerbaus. Für einen Neubau hatte sich der Nahverkehr entschieden, weil bei den regelmäßigen Inspe ktionen der knapp 40 Jahre alten Brücke aus Spannbeton bedenkliche Anzeichen von Altersschwäche festgestellt wurden. "Es gibt Risse im Beton, die einmal gefährlich werden könnten", hatte Nahverkehrsgeschäftsführer Norbert Klatt berichtet.

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