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Jubiläums-Frauentag: Filmwoche im Parchimer Kino : 100 Jahre Einsatz für gleiche Rechte

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In diesem Jahr wird der Frauentag - der 100. - in Parchim besonders gewürdigt: Vom 8. bis zum 13. März gibt es eine Filmwoche mit Werken, die auf die sich wechselnde Rolle der Frau aufmerksam machen.

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erstellt am 02.Mär.2011 | 11:08 Uhr

In diesem Jahr wird der Frauentag - der 100. - im Landkreis Parchim besonders gewürdigt. Er präsentiert zusammen mit dem Kino "Movie Star" und Susanne Knecht sowie Ka-thrin Eisentraut - die Gleichstellungsbeauftragten Parchims und des Landkreises - vom 8. bis zum 13. März eine Filmwoche mit Werken, die auf die sich wechselnde Rolle der Frau aufmerksam machen: "Wüstenblume", "Die Päpstin" und "Genug". Die Schirmherrschaft hat Kreistagspräsidentin Gudrun Stein übernommen, die die Filmwoche am 8. März um 18 Uhr im Kino eröffnen wird. "Zu dieser einen geschlossenen Veranstaltung haben wir Frauen aus für sie typischen Berufen eingeladen: Altenpflegerinnen, Krankenschwestern, Tagesmütter, Kindergärtnerinnen und Angestellte aus Call-Centern, um nur einige Beispiele zu nennen", sagt Kathrin Eisentraut. Nur weil es sich um ein Angebot aus Anlass des Frauentages handelt, bedeute dies nicht, dass nur Frauen es nutzen sollen: "Männer sind bewusst mit eingeladen, denn mittlerweile müssen auch sie manchmal gleichgestellt werden." Gudrun Stein zufolge betreffe dies unter anderem die Themen Sorgerecht und Babyjahr, wie Angelika Lübcke, Gleichstellungsbeauftragte für Lübz und das Amt Eldenburg Lübz, schon berichtet habe.

Die Filmwoche sei ein guter Anlass, wieder einmal ins Kino zu gehen, das für einen Kartenpreis von nur 3,50 Euro eine sehr gelungene Auswahl präsentiere. Außerhalb der geschlossenen Veranstaltung ist der Film "Wüstenblume" nur noch einmal - am 12. März um 18 Uhr - zu sehen. In ihm geht es um ein Mädchen aus einer Nomaden-Familie, das über Mogadischu nach London flieht und dort letztlich von einem Modefotografen angesprochen wird.

Sowohl "Die Päpstin" (erzählt die Geschichte einer 814 n. Chr. geborenen Frau, die sich gegen ihren vorbestimmten, eingeschränkten Weg als Frau wehrt, als Mann verkleidet ins Benediktinerkloster einzieht, Arzt wird und in der kirchlichen Hierarchie immer weiter aufsteigt) als auch "Genug" (Geschichte einer Frau, die mit ihrer Tochter quer durch die USA von ihrem Mann flüchtet, weil der sie oft verprügelt, sich aber nicht so einfach abschütteln lässt) sind zweimal jeweils um 18 Uhr zu sehen: Erstgenannter am 9. und 13., "Genug" am 10. und 11. März. "Es ist gut, dass zwei Termine angeboten werden, weil aus Anlass des Frauentages manchmal zeitgleich andere Veranstaltungen angeboten werden", so Gudrun Stein.

Mit der Gleichstellung habe man insgesamt relativ geringe Probleme, sagt Kathrin Eisentraut. Immer wieder ein Thema sei häusliche Gewalt überwiegend gegen Frauen, aber auch anders herum: "Diese Aussage verwundert oft, aber wir sind selbstverständlich ebenso für Männer offen." Die jetzt seit gut einem Jahr durchgängig besetzte Beratungsstelle in der Parchimer Flörkestraße 44 habe stets "gut zu tun".

Vor allem auch dank in unserer Region guter Betreuungsmöglichkeiten für Kinder könnten Frauen in Vollzeit arbeiten und ebenfalls verantwortungsvolle Posten übernehmen. Dies sei gerade in den alten Bundesländern oft nicht der Fall, weil dort häufig nur Teilzeitbetreuungsplätze angeboten werden, was gerade berufliche Möglichkeiten einschränke. "Und zumindest im öffentlichen Dienst spielt das Thema unterschiedliche Bezahlung keine Rolle, weil die Stellen bewertet sind - unabhängig davon, ob sie später ein Mann oder eine Frau besetzt", so Gudrun Stein.

Die Bezahlung in sozialen Bereichen ist oft schlecht. Deshalb sei Kathrin Eisentraut darum bemüht, auch Männer für hier angesiedelte Berufe mit der Hoffnung auf steigende Bezahlung zu gewinnen. Außerdem sei etwa die durch Männer geleistete Betreuung von Menschen eine Bereicherung für die Gesellschaft.

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